AeroVironment und Co: Drohnen-Aktien im Höhenflug

Marco Bernegg
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Drohnen für die Feuerwehr - Parrot stößt weiter in Milliardenmarkt vor

Starke Anstiege verzeichneten zuletzt Aktien der Drohnenhersteller. Die Fluggeräte dienen nicht nur dem Spaß. Auch gewerblich nutzbare Drohnen gewinnen an Bedeutung. Dies bestätigen neue Studien.

Kommerzielle Drohnen im Vormarsch

Oft wird der Nutzen von Drohnen auf Flugspaß und spektakuläre Luftaufnahmen reduziert. Manche halten sie auch für den zukünftigen Pizzalieferanten. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind jedoch weitaus facettenreicher. Die unbemannten Fluggeräte werden vom Militär etwa zu Aufklärungszwecken genutzt. Weiterhin können sie ganze Pflanzenkulturen analysieren und somit einem Landwirt bei der optimalen Behandlung seiner Felder helfen. Mit Drohnen wurde 2013 sogar der Matterhorn komplett vermessen und als 3D-Modell abgebildet.

Vielversprechende Studien

Im Juli wurde eine neue Studie von Esticast Research & Consulting Market Research veröffentlicht. Sie prognostiziert, dass der globale Markt für gewerblich nutzbare Drohnen 2024 ein Volumen von 3,6 Milliarden Dollar erreichen wird. Im Jahr 2016 bezifferte sich der Wert auf eine Milliarde Dollar. Noch optimistischer sieht die Prognose von Tractica aus.

Profiteure

Allen voran konnte AeroVironment – eine laufende Empfehlung des Aktionärs – satte Kursgewinne einfahren. Die Papiere des amerikanischen Technologieunternehmens explodierten Ende August nach angepassten Prognosen für das Fiskaljahr 2018. Der erwartete Nettoverlust beträgt im ersten Quartal nur 4 Millionen Dollar anstatt der geschätzten 11 Millionen. Außerdem wurden die Erlöse nach oben angepasst. AeroVironment ist auf militärische Drohnen spezialisiert und größter Zulieferer des Pentagons. Möglicherweise hat der Nordkorea-Konflikt die Aktie zusätzlich beflügelt. Anlegern gefällt auch der französische Drohnenhersteller Parrot, die im landwirtschaftlichen Bereich tätig sind und seit Jahresanfang 42 Prozent zulegten.

Zu spät für Einstieg?

Wem die Drohnen-Aktien schon zu heiß gelaufen sind, sollte sich nach Alternativen umsehen, die ebenfalls vom Drohnenboom profitieren. Ein Beispiel wäre hier First Sensor, deren Lasersysteme nicht nur für Roboterauto einsetzbar sind. Auch im Drohnenbereich werden derartige Systeme benötigt.