Adventskalender 2020: Wo der Wildhase im Pfeffer liegt

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Berlin. Mit Märchen und Sprichwörtern ist das ja so eine Sache. Was auf den ersten Blick klingt wie harmlose Unterhaltung für Kinder, entfaltet auf den zweiten Blick nicht selten sein Gruselpotenzial. Der berühmte Hase im Pfeffer liege natürlich nicht wirklich auf einem Bett aus Gewürzen, erklärt Dominik Obermeier, Küchenchef in der „Brasserie Colette“ an der Passauer Straße, und weist damit die Richtung, in die es bei seinem Festtagsgericht gehen soll. Der Hase liege vielmehr in seinem Blut, das stamme aus der Jägersprache, so Obermeier. Genauer gesagt in einem Ragout aus Gemüse, Rotwein und Blut. Paderborner Pfefferpotthast hat Obermeier ausgewählt.

Paderborner was? Für kulinarisch Ortsunkundige ist mit dem Pfeffer gerade einmal ein Teil des Gerichts entschlüsselt. Hast bezeichne das Fleisch, der Pott den Topf, in dem alles gekocht werde, sagt Obermeier. So langsam kommt Licht ins Dunkel, selbst für Berliner. „Außerhalb von Ostwestfalen kennt man das wahrscheinlich kaum“, gibt Obermeier zu. Gerade deshalb sei er froh, dem Pfefferpotthast auf diese Weise zu neuer Berühmtheit zu verhelfen. „Es ist ein uraltes Gericht für Winter- und Feiertage und sehr typisch für die Region.“ Zudem seien ausgeprägte Kochkünste für ein gutes Gelingen nicht vonnöten. Beste Voraussetzungen also für eine stressfreie Weihnachtszeit.

Rezepte des kulinarischen Adventskalenders:

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