Adobe – die stärkste Software-Aktie aus den USA

Benedikt Kaufmann
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Adobe: Vorreiterrolle in der Cloud bringt saftige Kursgewinne

Adobe überraschte mit den Zahlen zum abgelaufenen vierten Quartal die Analysten. Die Aktie sprang nachbörslich um ein Prozent nach oben und zählt weiterhin zu den stärksten Software-Aktien der USA.

Cloud-Segment sorgt für starkes Quartal

Adobe erzielte einen Gewinn je Aktie nach GAAP von 1,00 Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten von 0,88 Dollar. Auch der Umsatz lag mit 2,01 Milliarden Dollar über den erwarteten 1,95 Milliarden Dollar. Damit verzeichnete der Software-Konzern ein Umsatzwachstum von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal – der Gewinn legte ebenfalls um 25 Prozent zu.

Adobe profitiert von der Verschiebung von einem klassischen Vertriebsmodell hin zu einem Abo-Modell. Mittlerweile verdient der Konzern 85 Prozent seiner Umsätze mit Abonnenten. Als Software-as-a Service-Anbieter in der Cloud spart sich Adobe Kosten im Vertrieb und Marketing, denn nicht jede neue Software-Version muss neu verkauft und intensiv beworben werden. Zeitgleich vergrößert sich der adressierbare Markt, die Verkäufe werden vorhersehbarer und der Schaden durch Software-Piraterie wird begrenzt. Insgesamt potenzieren sich hierdurch die Erlös-und Gewinnchancen, die das Unternehmen dank seiner marktbeherrschenden Produkte innehält.

Die Creative Cloud, in der Programme wie Photoshop oder InDesign angeboten werden, zählt dabei zu den wichtigsten Produkten, da Adobe hier über die Hälfte der Erlöse erwirtschaftet. Entsprechend positiv ist die Umsatzsteigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4,2 Milliarden Dollar zu bewerten.

Top-Software – Top-Aktie

Nach den starken Zahlen hoben einige Analystenhäuser ihre Kursziele für Adobe an. Insgesamt sind die Experten positiv gestimmt: 25 Analysten empfehlen Adobe zum Kauf, zehn raten zum Halten während keiner die Aktie zum Verkauf ausschreibt. Im Konsens ergibt sich ein Kursziel von 194 Dollar. DER AKTIONÄR gesellt sich mit seinem Kursziel von 185 Euro auf die bullishe Seite.

Im laufenden Jahr legte der Kurs der Adobe-Aktie um 75 Prozent zu und hängt damit die Peergroup deutlich ab. Die Bewertung mit einem 18er-KGV von 31 liegt dabei in der Mitte der Vergleichsgruppe, jedoch ist an dieser Stelle anzumerken, dass Adobes Gewinne stärker wächst.