Adobe Flash stirbt 2020

Thaddeus Herrmann
Adobe stellt Entwicklung von Flash 2020 ein


Das überfällige Ende einer Ära. Adobe hat angekündigt, die Entwicklung von und den Support für Flash Ende 2020 einzustellen. Die Pressemeldung beinhaltet Statements der Unternehmen, die schon lange nicht mehr auf Flash setzen und längst auf andere Schnittstellen - allen voran HTML 5 - umgestiegen sind und kein Interesse mehr daran haben, das ihre Kunden das PlugIn installieren: Apple, Google, Microsoft, Mozilla und Facebook. So ist bei Google beispielsweise zu lesen, dass noch 2014 rund 80 Prozent aller Chrome-User täglich eine Seite besucht hätte, die mit Flash funktioniere, heute seien es nur noch 17 Prozent. Offiziell unterstützt wird Flash von diesen Unternehmen schon lange nicht mehr. Ausschlaggebender Grund: schlechte Performance und vor allem immer wieder gefundene schwere Sicherheitslücken.

So erlaubt Apple im Safari-Browser zwar noch die Installation von Flash, das PlugIn ist jedoch standardmäßig deaktiviert, der Verwendung muss mit einem Klick manuell zugestimmt werden. Microsoft verfolgt im hauseigenen Edge-Browser das gleiche Konzept, Apple ist auch die Firma, die Flash nie in iOS integrierte. Die Android-Version funktionierte nie überzeugend.

Mozilla will Firefox-Usern ab kommendem Monat die Wahl geben, welche Webseiten das PlugIn auch weiterhin verwenden dürfen. Ab 2019 werden dann nur noch die Kunden Flash verwenden können, die einen ESR-Release von Firefox verwenden. Auch für diese Version ist Ende 2020 dann Schluss.

Facebook verspricht, gemeinsam mit den Browser-Anbietern Spiele-Entwicklern, die auf Facebook immer noch auf Flash setzen, Alternativen aufzuzeigen.

Zu diesem Zeitpunkt wird Adobe Entwicklung und Support komplett einstellen. Das bedeutet, dass es auch keine Sicherheits-Patches mehr geben wird. In kommenden dreieinhalb Jahren jedoch will Adobe weiterhin Updates veröffentlichen.

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