Adidas will mit einer ungewöhnlichen Methode den Mega-Markt China erobern (A1EWWW)

Christoph Damm
Adidas Superstars

Rund 1,4 Milliarden Menschen leben in China. Daher verwundert es nicht, dass viele Konzerne den dortigen Markt als einen der, wenn nicht sogar den wichtigsten Markt bezeichnen. Das hat auch der Sportartikel-Hersteller Adidas erkannt und überzeugt mit einem rasanten Wachstum.

Mittlerweile hat sich der Anteil des China-Geschäfts am Gesamtumsatz von 8 Prozent im Jahr 2010 auf 16 Prozent verdoppelt. Die Gewinnmarge erreicht mit 35 Prozent den höchsten Wert aller Märkte, in denen Adidas aktiv ist. Die Marge ist die Differenz zwischen Kosten und Erlös und damit eine wichtige Kennziffer für ein Unternehmen.

Kooperation mit Bildungsministerium

Um jetzt in China noch besser voranzukommen, geht Adidas einen ungewöhnlichen Weg: Der Sportartikel-Hersteller kooperiert mit dem Bildungsministerium in China und tauscht somit quasi Geld gegen Bildung. Denn Adidas verpflichtet sich laut „Handelsblatt“ dazu, 50.000 chinesische Sportlehrer auszubilden, damit diese wiederum an 20.000 Schulen in China Fußball-Unterricht geben können. Insgesamt könnten damit 20 Millionen Schüler erreicht werden.

Was steckt hinter der Kooperation? Chinas Regierungschef Xi Jinping gilt als Fußball-Fan, der die Weltmeisterschaft ins eigene Land holen möchte. Eine Kooperation mit Adidas bedeutet daher zunächst Talentförderung und Bewegung für die Kinder. Denn auch die Gesundheit ist der Regierung ein wichtiges Anliegen, das über den Fußball gefördert werden kann.

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