Adidas: So einen Chef hätte die Deutsche Bank gerne

Andreas Deutsch
Adidas: Formkurve zeigt weiter nach oben

Adidas-CEO Kasper Rorsted sprüht weiter vor Ehrgeiz und Kreativität. Der Däne macht am Montag noch einmal klar, wie wichtig ihm das Onlinegeschäft ist. Rorsted ist auf dem besten Weg, seine hochgesteckten Ziele zu erreichen.

Für Kasper Rorsted steht fest: Die Musik spielt für Adidas in Zukunft im Netz. „Unsere Webseite ist unser wichtigster Store auf der Welt“, sagte der Adidas-Chef im Interview der Financial Times. Die Herzogenauracher werden aus diesem Grund im Laufe der Zeit weniger stationäre Läden haben. Die Zahl werde langsam schrumpfen, so Rorsted.

Rorsteds Ziel bis 2020: vier Milliarden Euro Umsatz online. 2017 verbuchte Adidas zwar gerade mal 1,6 Milliarden Euro. Doch der Plan ist dennoch realistisch, wenn man sich anschaut, wie stark der Onlinehandel für Kleidung und Schuhe wächst. Allein in Deutschland betrug das Volumen im vergangenen Jahr 15,6 Milliarden Euro. 2006 waren es nur 2,8 Milliarden.

Vorbildlicher CEO

Rorsted hat das, was ein Top-Manager braucht: Ehrgeiz, Durchsetzungsfähigkeit. Er hat auch eine Vision und einen klaren Plan für den Konzern, für den er arbeitet. Das hat etwa John Cryan, der am Wochenende geschasste Deutsche-Bank-CEO, absolut vermissen lassen. Die Investmentstory bei Adidas ist noch nicht ausgereizt. Durch die Maßnahmen, unter anderem den Fokus auf den Onlinehandel, wird Adidas immer profitabler. Kursziel des AKTIONÄR: 250 Euro.