Adidas: Auf Messers Schneide

Andreas Deutsch
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Adidas: Auf Messers Schneide

Die Zahlen fürs dritte Quartal waren gut, aber nicht so gut, dass der Aktienkurs wieder Fahrt aufnimmt. Nach zwei schwachen Tagen sieht der Chart gefährlich aus. Kriegt die Aktie wieder die Kurve?

Die Zeit des rasanten Aufstiegs ist vorbei. Die Adidas-Aktie ist nicht mehr so richtig in Form. Nun droht ein Verkaufssignal: Noch ein, zwei schlechte Tage und die 200-Tage-Linie (aktuell bei 180,56 Euro) ist gerissen. Dann könnte es weiter abwärts gehen bis in den Bereich 164 Euro (Tief vom Juni).

Dabei ist fundamental alles in Ordnung. Adidas hat im dritten Quartal 2017 den Umsatz um zwölf Prozent auf 5,7 Milliarden Euro gesteigert. Der Gewinn legte um mehr als ein Drittel auf 549 Millionen Euro zu.

Besonders positiv: die gestiegene Profitabilität. Die operative Marge kletterte im Berichtszeitraum um 2,7 Prozentpunkte auf 14 Prozent.

Die Ziele für 2018 bleiben bestehen: CEO Rorsted erwartet, dass der Umsatz währungsbereinigt zwischen 17 und 19 Prozent steigen wird. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen wird sich Prognosen zufolge um 26 bis 28 Prozent auf einen Wert zwischen 1,36 Milliarden und 1,39 Milliarden Euro erhöhen.

Nicht teuer

Die Analysten sind überwiegend nach wie vor optimistisch für Adidas. Ihr durchschnittliches Kursziel liegt bei 205 Euro. DER AKTIONÄR sieht das Ziel bei 210 Euro, womit die Aktie im Vergleich mit den Konkurrenten Under Armour und Puma immer noch nicht zu teuer wäre. Der Stopp sollte bei 166 Euro gesetzt werden.