Adidas: Jetzt wird's eng

Andreas Deutsch
Adidas: Turm in der Schlacht

Die Adidas-Aktie lief wochenlang wie am Schnürchen - doch der Einbruch folgte auf dem Fuße. Die Story ist intakt, doch Charttechniker mahnen zur Vorsicht.

Viel fehlt nicht mehr, dann gibt es ein ernstzunehmendes Verkaufssignal bei Adidas. Derzeit notiert die Aktie bei 190,50 Euro und damit nur noch einen Hauch über der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 186,90 Euro verläuft. Wird die Unterstützung gebrochen, droht ein Absturz bis in den Bereich 170 Euro.

Vom Hoch bei 215,60 Euro hat die Adidas-Aktie mittlerweile zwölf Prozent. Ein Grund für die Korrektur war das schwache Umsatzwachstum von zwei Prozent im ersten Quartal, was auf den schwachen Dollar zurückgeht. Um Währungseffekte bereinigt kletterten die Erlöse um zehn Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.

Die Analysten sind mehrheitlich bullish für den Wert. 25 Experten sagen „kaufen“, 16 „halten“, zwei raten zum Verkaufen. Das durchschnittliche Kurspotenzial liegt bei 14,3 Prozent.

Story noch nicht ausgereizt

Der Kursrutsch bei Adidas ist übertrieben, die Wachstumsstory ist intakt. Auch kommt Adidas in Sachen Rentabilität besser voran als erwartet: Die operative Umsatzrendite verbesserte sich im ersten Quartal auf 13,4 von 11,6 Prozent. Das ist viel mehr, als CEO Kasper Rorsted ursprünglich für das Gesamtjahr angepeilt hatte (10,3 bis 10,5 Prozent). DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Kursziel von 250 Euro.