Adidas: Analyst mit Top-Kursziel

Andreas Deutsch
Adidas: Konkurrent kracht ein - Alarmsignal?

Während die Nike-Aktie ein neues Rekordhoch erklommen hat, holt Adidas Luft. Die Aktie des deutschen Sportartikelherstellers hat sich ein gutes Stück entfernt von ihrem Hoch. Zu Unrecht, meint ein Experte.

Andreas Inderst von der australischen Investmentbank Macquarie stuft Adidas weiterhin mit „Outperformer“ ein. Das Kursziel sieht der Profi bei 240 Euro. Inderst sieht die Wahl der USA als Austragungsort der Fußball-WM 2026 positiv für Adidas. Dort werde Adidas primär als Lifestyle-Marke wahrgenommen. Durch die WM könnte Adidas stärker in der US-Sportkultur verankert werden.

Adidas ist günstiger

Nach dem Sturz auf 185 Euro ist Adidas günstig wie lange nicht. Das 2019er-KGV beträgt 19, was merklich unter den Werten der Konkurrenz liegt: Puma kommt auf ein 2019er-KGV von 27, Under Armour sogar auf 58. Marktführer Nike weist ein KGV für 2019/20 von 25 auf.

In Sachen Profitabilität macht dem Marktführer aber noch keiner etwas vor. Aktuell kommt Nike auf eine Nettomarge von 10,6 Prozent. Doch Adidas holt unter CEO Kasper Rorsted auf. Aktuelle Nettomarge: 7,6 Prozent. Puma kommt auf 4,4 Prozent, Under Armour nur auf 1,6 Prozent.

Kaufchance

Die Adidas-Story hat nichts von ihrer Attraktivität verloren. Das Wachstum ist hoch, neue Techniken wie 3D-Druck sorgen dafür, dass Adidas flexibler und schneller wird, und die Marke ist weiter angesagt. Im Vergleich mit der Peergroup ist die Aktie ein Schnäppchen. DER AKTIONÄR hält an seinem Kursziel von 250 Euro fest.