Activision Blizzard: Rechte verkauft an Amazons Twitch – Aktie zieht an

Benedikt Kaufmann
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Activision Blizzard mit starkem Quartal – doch Gesamtmarkt drückt auf Kurse

In der Nacht von gestern auf heute startete die Overwatch League von Activision Blizzard in ihre erste Saison. Laut Medienberichten zahlte das zu Amazon gehörende Twitch 90 Millionen Dollar für die Übertragungsrechte der E-Sports-Liga. Ein Erfolg der Overwatch League dürfte die Aktie im neuen Jahr antreiben.

Deal treibt Aktie an

Der Deal mit Twitch schiebt die Aktie von Activision Blizzard heute nach oben. Rund drei Prozent legte das Papier zu. Kein Wunder, denn Twitch ist der wohl wichtigste Streaming-Dienst für Videospiele. Rund zehn Millionen Zuschauer sehen hier täglich anderen Leuten beim Spielen zu. Zwar überträgt Activision die Ligaspiele auch auf der hauseigenen Plattform MLG.com, doch die Reichweiten von Twitch sind entscheidend, damit die Overwatch League ein Zuschauererfolg wird. Eine höhere Reichweite bedeutet für Activision und die Overwatch-Teams zusätzliche Werbeerlöse.

Die Analysten von Morgan Stanley rechnen für die gesamte Overwatch League mit jährlichen Einnahmen von 100 Millionen Dollar. Dennoch sollten sich diese Erlöse kaum auf die Nettoerträge von Activision auswirken, da insbesondere am Anfang der Liga in weiteres Wachstum investiert werden dürfte.

Dabei bleiben!

Langfristig sollte es Activision gelingen, den E-Sports-Trend hinreichend zu monetarisieren und einen EPS-Zuwachs zu erzielen. Hier gilt es zu bedenken, dass der Konzern nicht nur ein wettbewerbsfähiges Videospiel im Portfolio hat. Call of Duty, Hearthstone, World of Warcraft und Heroes of the Storm sind allesamt Titel, die sich im Rahmen des professionellen E-Sports monetarisieren lassen.

DER AKTIONÄR empfiehlt: Gewinnne laufen lassen.