ACO ringt mit drei Kalendern: Kampf um jeden Termin

Heiko Stritzke

IMSA und DTM sind mit Notfall-Kalendern vorgeprescht, die Formel 1 rechnet noch immer mit 18 Rennen. Der ACO hingegen ist bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in einer besonderen Situation, weil gleich zwei Saisons betroffen sind. ACO-Chef Pierre Fillon verspricht, "in ein paar Tagen" weitere Informationen zu geben.

Derzeit muss ein Ersatztermin für die 6 Stunden von Spa gefunden werden, die nicht wie geplant im April stattfinden können. Die 24 Stunden von Le Mans haben einen September-Termin erhalten. Über dem Beginn der Saison 2020/21 schwebt ein noch größeres Fragezeichen. Nebenbei muss auch noch die Saison 2020 der europäischen Le-Mans-Serie (ELMS) neu geplant werden.

Unsere Gedanken zum künftigen WEC-Kalender

Fillon erklärt, wie schwierig die Verlegung eines Rennens ist: "Es ist eine gemeinsame Arbeit, die unsere Teilnehmer, Partner, Verbände, die anderen Strecken unserer internationalen Events, Organisatoren, Vermarkter, Sportministerien, andere Sportarten, Fernsehstationen und so weiter umfassen."

Der französische Motorsportclub hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich genau mit diesem Thema befasst. "Es ist wesentlich schwieriger, einen Kalender auszuarbeiten, der nur über ein paar Monate statt ein ganzes Jahr geht."

"Wir bewerten die Situation jeden Tag aufs Neue. Wir überdenken die Dinge angesichts der neuesten Nachrichten über die Pandemie und die Maßnahmen der jeweiligen Länder, in denen wir fahren. Außerdem kommen ja unsere Fahrer auch nicht nur aus Frankreich. Sie müssen an unseren Rennen teilnehmen können."

Das Problem: Selbst wenn ein Kalender präsentiert wird, gibt es derzeit keine Garantie, dass die Rennen im Herbst überhaupt stattfinden können. Vor diesem Problem steht jedoch die gesamte Sportwelt.

Mit Bildmaterial von Art Fleischmann.