Sperrungen, Ausfälle, Absagen: So heftig erwischten die Unwetter Hamburg

Hier können Sie alles zu den Folgen des Unwetters nachlesen.

Es ist Donnerstagmittag, als es plötzlich stockdunkel wird in Hamburg. Eine dicke Unwetterfront zog über die Hansestadt hinweg – und brachte neben Starkregen auch Hagel und heftige Sturmböen. Sogar ein Tornado wurde gesichtet! Doch die Sturmflut verebbte recht schnell, bis sie dann in den Abendstunden mit neuer Kraft zurückkehrte – Dauereinsatz für die Hamburger Feuerwehr! 

So sah es am Donnerstagabend in Hamburg aus:

Am Nachmittag sagte Feuerwehrsprecher Jan-Ole Unger noch: „Wir haben bei der ersten Unwetterzelle binnen 90 Minuten über 200 wetterbedingte Einsätze. Unsere Kräfte werden auch zur Stelle sein, wenn es gegen Abend neue Unwetter gibt.”

So kam es dann auch. Gegen 19.00 Uhr flog eine erneute Welle heftiger Regenfälle und Sturmböen über die Hansestadt hinweg. Innerhalb weniger Minuten häuften sich wieder die Notrufe in der Einsatzzentrale der Feuerwehr – umgestürzte Bäume wurden gemeldet. 

Die neuerliche Unwetterfront zog über den Bereich Bahrenfeld-Altona, über die City hinweg und erreichte schon bald die Walddörfer und Langenhorn. Binnen kürzester Zeit rückten die Retter zu zahlreichen Einsätzen aus – die Frequenz lag etwa einem Einsatz pro Minute.

Doch ebenso schnell, wie es begann, endete es auch wieder: Bereits um kurz vor 20 Uhr plätscherte es noch kurz, bevor sich das Gewitter dann vollends zurückzoh. Im Zeitraum des zweiten Gewitters rückte die Feuerwehr rund 50 Mal wetterbedingt aus. 

Die Folgen waren dennoch klar zu spüren: Circa um 20.15 Uhr lief am Bahnhof Altona ein IC ein, aus dem zahlreiche gestrandete Passagiere strömten. Wegen des Unwetters hatten sie bereits zuvor einige Zeit in den Waggons auf der Strecke verbracht, am Altonaer Bahnhof konnten sie den Zug endlich verlassen. 

Nach ersten MOPO-Informationen sollte noch am Abend auf einem Feld bei Bremen ein Lager errichtet werden, das zur Versorgung gestrandeter Bahnfahrgäste gedacht war. Auch am Bahnhof Altona waren Reisende mit reichlich Verzögerung eingetroffen. Für Passagiere, die am Abend nicht mehr weiterreisen konnten, stellte die Bahn deshalb auf den Gleisen 5 und 12 Hotelzüge bereit. Ein weiterer Hotelzug stand auch am Hauptbahnhof auf Platz 12.

Dramatische Szenen spielten sich auch auf der A7 ab. In Höhe Schnelsen war nach MOPO-Informationen ein Laster in eine Leitplanke gekracht – im gesamten Bereich kam der Verkehr zum Erliegen. Offenbar war der Trucker eingeklemmt worden, weshalb Hamburger und Pinneberger Feuerwehr mit einem Großaufgebot vor Ort waren. Die A7 wurde zur Bergung in...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo