Achtjährige verkauft Limonade für den guten Zweck - und erregt damit die Aufmerksamkeit von Joe Bidens Team

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Am Straßenrand Limonade zu verkaufen ist für US-amerikanische Kinder in der Regel eine Methode, um sein Taschengeld ein wenig aufzustocken. Ein achtjähriges Mädchen ließ ihre Einnahmen jedoch einem guten Zweck zugute kommen - und erregte damit sogar die Aufmerksamkeit des Teams von Joe Biden, bei dessen Amtseinführung sie mitwirken durfte.

Lemonade stall display during summertime.
Limonadenstände sind für US-Kinder eine beliebte Einnahmequelle. Der eines achtjährigen Mädchens aus Wisconsin ist allerdings in jeglicher Hinsicht ungewöhnlich (Symbolbild: Getty Images)

Der Limonadenstand von Morgan Marsh McGlone ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Zum einen existiert er aufgrund der Corona-Pandemie nur virtuell. Zum anderen will sie mit ihren Einnahmen nicht etwa auf ein Spielzeug sparen, sondern anderen Familien helfen, die durch die Krise in Schwierigkeiten geraten sind.

90 Dollar waren ihr Ziel - stattdessen sammelte sie eine fünfstellige Summe für den guten Zweck

Schon im Frühjahr hatte die Achtjährige damit begonnen, online Gutscheine für ein Glas Limonade zu verkaufen. Diese können nach der Pandemie bei ihr eingelöst werden. Der Plan war, Geld für eine Lebensmitteltafel zu sammeln, die Familien anbietet, nur das zu zahlen, was sie können. Morgans Ziel waren 90 Dollar - letztendlich kamen 52.000 Dollar zusammen.

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772 Gläser Limonade schuldet Morgan den fleißigen Spendern, wie sie dem Sende CBS sagte. Sie sieht das jedoch positiv: “Covid ist eine wirklich schlimme Sache, und Leute mit Lebensmittelknappheit haben nur noch etwas, was ihnen Sorgen bereitet”, erklärt sie ihre Motivation. Es sei “ganz aufregend”, dass so viel Geld zusammengekommen sei.

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Noch aufregender dürfte der Anruf sein, den sie Anfang des Jahres erhielt - der kam direkt aus dem Lager des neuen US-Präsidenten Joe Biden. Dessen Team war auf die Aktion des kleinen Mädchens aufmerksam geworden und wollte wissen, ob sie bei der feierlichen Zeremonie anlässlich Bidens Amtseinführung mitwirken wolle.

Für Morgan galt es erstmal eine wichtige Frage zu klären. Von ihrer Mutter wollte sie wissen, was eine Amtseinführung überhaupt ist. “Davon hatte ich noch nie gehört”, sagte die Achtjährige. Doch natürlich war sie an Bord und durfte bei den von Tom Hanks moderierten Feierlichkeiten eine virtuelle Botschaft überbringen und wieder zu dem Hollywood-Star zurückschalten. Das fand Morgan “cool” - obwohl sie auch Hanks nicht kannte.

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Am Mittwoch gehörte sie schließlich zu denjenigen Bürgern, die ihre inspirierenden Taten vorstellen durften. Star-Koch José Andrés stellte sie kurz vor, und dann erklärte Morgan einem Millionenpublikum ihr Hilfskonzept. “Ich werde eine Menge Coupons basteln müssen”, sagte sie und hielt einen der Gutscheine in die Kamera. “Ich bin froh, einer der Amerikaner zu sein, die anderen helfen”, sagte sie, bevor sie “zurück an Tom Hanks” gab. Wer auch immer das sein mag.

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