Achter am Sachsenring: Cortese verpasst Podium klar

SID
Provisorische Starterliste: Cortese bleibt in der Motorrad-WM

Der frühere Weltmeister Sandro Cortese (Berkheim) hat seine Chance auf einen Podiumsplatz beim Großen Motorrad-Preis von Deutschland nicht genutzt. Nach dem völlig überraschenden dritten Platz im Qualifying wurde der bislang letzte deutsche Sieger auf dem Sachsenring beim Heimrennen in der Moto2-Klasse Achter. Sein Teamkollege Marcel Schrötter (Vilgertshofen/beide Suter) belegte direkt dahinter Rang neun.
"Ich habe alles gegeben und lange versucht mitzuhalten. Zufrieden wären wir heute mit einem Platz unter den ersten Fünf gewesen", sagte Cortese. Nach den schwierigen vergangenen Monaten überwog das Positive. "Es wäre wirklich traumhaft gewesen, mal ganz vorne abzuschneiden. Aber man muss erstmal wieder einen Grund schaffen, das ist uns mit der Top-10-Platzierung gelungen."
Cortese (27), der 2012 auf dem Weg zum Weltmeistertitel in der Moto3 eine 41-jährige Durststrecke der deutschen Piloten in Sachsen beendet hatte, fiel früh zurück. Der Allgäuer konnte danach lange die sechste Position behaupten, ließ wenige Runden vor Schluss aber zwei Kontrahenten passieren. Cortese steht zur Halbzeit einer enttäuschenden Saison bei nur 18 WM-Punkten. Schrötter (24) hat 44 Zähler auf dem Konto.
"Ich habe mich sehr schwer damit getan, Gefühl aufzubauen. Ich hatte von Anfang an nicht die Pace aus dem Training. Vielleicht haben wir uns verzettelt", sagte Schrötter, der schon am Montag nach Japan fliegt. Ende des Monats nimmt er dort am Acht-Stunden-Rennen von Suzuka teil. 
Vor der Sommerpause baute der Italiener Franco Morbidelli seine WM-Führung durch den sechsten Sieg im neunten Lauf mit jetzt 174 Punkten aus. Seine ärgsten Verfolger Tom Lüthi (Schweiz/140) und Alex Márquez (Spanien/alle Kalex/113) schieden aus. Weiter geht es am 6. August in Brünn/Tschechien.