Acht unvergessliche Zitate aus Warren Buffets neuestem Aktionärsbrief

In seinem jährlichen Brief an die Berkshire Hathaway Aktionäre spricht der legendäre Investor Warren Buffet über M&A, seine Abneigung gegen Kredithebel, Kaufgelegenheiten während eines Abschwungs und seine Missachtung von Gebühren, die aktive Manager erheben.

Wir haben acht unserer beliebtesten Zitate aus dem diesjährigen Brief zusammengefasst:

  1. „Wenn Wall Street-Analysten oder Vorstandsmitglieder den CEO einer Marke dazu drängen, über mögliche Übernahmen nachzudenken, dann ist das in etwa so, als wenn Sie Ihrem heranwachsenden Teenager zu Hause erklären, er oder sie solle ein normales Sexleben führen.“
    Buffet beklagt den Übernahme-Rausch an der Wall Street, der von unglaublich niedrigen Zinsen angetrieben wird und es schwierig macht, mögliche Übernahmen zu einem „vernünftigen Kaufpreis“ zu finden.
  2. „Aber Charlie und ich schlafen gut. Wir beide glauben, dass es verrückt wäre, das zu riskieren, was man hat, um etwas zu erwerben, das man nicht braucht.“
    Buffets und Charlie Mungers Abneigung, niedrige Zinssätze zu nutzen, hat ihren Gewinn in den vergangenen 53 Jahren vielleicht „gedämpft“, aber die auf langfristige Anlagen fokussierten Investoren scheint dies nicht zu stören.
  3. „Charlie und ich werden Berkshire niemals auf eine Art und Weise führen, die vom Wohlwollen von Fremden abhängig ist – oder selbst von Freunden, die selbst Liquiditätsprobleme haben.“
    Bei Investment-Entscheidungen haben Buffet und Munger sich darauf konzentriert, Berkshire so aufzubauen, dass das Unternehmen größere ökonomische Abschwünge ohne staatliche Hilfen überstehen kann.
  4. „Charlie und ich sehen die marktfähigen Stammaktien, die Berkshire besitzt, als ZInsen in Unternehmen, nicht als Tickersymbole, die je nach ihren Diagrammmustern, den ‚Ziel‘-Preisen von Analysten oder den Meinungen von Medienexperten gekauft der verkauft werden.“
    Buffet und Munger verlassen sich nicht auf die teuren Vorhersagen der Wall Street-Firmen, um Investment-Entscheidungen zu treffen.
  5. „Wenn große Verluste auftreten, dann bieten sie denjenigen, die nicht mit Schulden belastet sind, einzigartige Möglichkeiten.”
    Zinsen erhöhen zwar Gewinne, wenn die Preise steigen, aber es ist verheerend, wenn die Preise fallen – aber dann können liquide Investoren günstig kaufen.
  6. „Auch wenn Märkte generell rational funktionieren, spielen sie hin und wieder verrückt. Diese sich bietenden Gelegenheiten zu ergreifen, braucht keine große Intelligenz, einen BWL-Abschluss oder Kenntnisse des Wall Stret Jargons wie Alpha und Beta.“
    Amateur-Investoren, die ihr Geld in kostengünstige Indexfonds investieren, können die sogenannten „Smart Money“ Hedgefonds schlagen, die unglaubliche Gebühren für das Management und die Performance verlangen.
  7. „Leistung kommt, Leistung geht. Die Gebühren bleiben dieselben.“
    Buffett ist seit Langem ein Kritiker der hohen Gebühren, die Hedgefonds-Manager erheben, vor allem wenn sie diese Gebühren auch in Zeiten schlechter Leistung weiterhin verlangen.
  8. „Investieren ist eine Aktivität, bei der heute auf den Konsum zugunsten eines späteren Zeitpunkts verzichtet wird. ‚Risiko‘ ist die Gefahr, dass dieses Ziel nicht erreicht wird.“
    Buffett lernte, dass sogenannte „risikofreie” Wertpapiere sehr viel „risikoreichere” Investitionen sind als langfristige Investitionen in Stammaktien.

Julia La Roche