Acht Tote bei Raubüberfall auf Goldgrube in Burkina Faso

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Rund eineinhalb Millionen Menschen arbeiten in Burkina Faso als Goldschürfer

Im westafrikanischen Burkina Faso sind bei einem Raubüberfall auf eine Goldgrube acht Menschen getötet worden, darunter ein 15-jähriger Junge. Die Angreifer wollten an der Mine im Südwesten des Landes Goldkäufer ausrauben und schossen auf die Arbeiter, wie ein Polizist am Montagabend der Nachrichtenagentur AFP sagte. Nach dem Überfall kam es demnach noch zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Arbeitern und Anwohnern, die die Goldgräber für den Tod mehrerer Bauern verantwortlich machten.

29 Menschen wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wie der Direktor des Krankenhauses von Gaoua, Florent Roch Banazaro, mitteilte. Die Verletzungen stammten demnach von Schusswaffen und Macheten.

An der Grube rund zehn Kilometer von Gaoua entfernt schürfen Arbeiter mit der Hand nach Gold. Dieser Zweig des Goldabbaus beschäftigt im armen Burkina Faso rund 1,5 Millionen Menschen. Sie produzieren so jährlich rund zehn Tonnen Gold. Dschihadistische Gruppen kontrollieren einen Teil dieses Sektors. Im offiziellen Goldbergbau arbeiten dagegen nur rund 15.000 Menschen. Sie förderten im Jahr 2018 rund 52 Tonnen Gold zutage.

muk/mid