Mallorca: Acht Deutsche bleiben wegen Feuer in U-Haft

Acht der dreizehn deutschen Urlauber auf Mallorca, die einer Brandstiftung verdächtigt werden, müssen nach einem Bericht der "Mallorca Zeitung" in Untersuchungshaft bleiben.

Verbranntes Dach in Mallorca
Die Männer sollen brennende Zigarettenkippen und Alkohol auf das Dach geworfen haben. (Bild: dpa)

Das habe ein Untersuchungsrichter am späten Donnerstagabend angeordnet, nachdem er die Deutschen den Tag über in Einzelgesprächen verhört habe. Den Beteuerungen der Urlauber, sie hätten das Feuer nicht gelegt, schenkte der Richter offenbar wenig Glauben. Eine offizielle Mitteilung gab es zunächst nicht.

Zwei Menschen sollen leicht verletzt worden sein

Vier der Verdächtigen sollen gegen Zahlung einer Kaution von jeweils 12.000 Euro frei kommen, wie die Zeitung schrieb. Ein fünfter komme ohne Kaution frei. Gegen alle 13 Beschuldigten habe der Richter aber eine Solidarhaftung in Höhe von 500.000 Euro für eingetretene Schäden angenommen. Diese Haftung kann wirksam werden, wenn es zu einer Verurteilung aller 13 als Mittäter käme.

Die Deutschen, die laut Medien fast alle zwischen 24 bis 29 Jahre alt sind, werden beschuldigt, bei einer Party auf zwei Balkonen ihrer Hotel-Zimmer brennende Zigarettenkippen auf das Terrassendach einer Gaststätte geworfen und auch Alkohol darauf gegossen zu haben. Das Dach aus Schilfrohr fing Feuer und beschädigte die Gaststätten und die Wohnung. Zwei Menschen, ein Mann und ein Mädchen, seien leicht verletzt worden.

"Schnell stand das gesamte Dach in Flammen"

Die Deutschen waren gleich nach dem Brand festgenommen worden. Nachbar*innen sagten, sie hätten alles genau gesehen. "Die Touristen schauten sich das Ganze von ihrem Balkon aus an. Sie fingen an, das Feuer mit ihren Handys zu filmen, grölten und lachten", wurde ein Mann von der "Mallorca Zeitung" zitiert.

Ein anderer sagte dem Blatt: "Sie haben stundenlang in übereinanderliegenden Zimmern im 2. und 3. Stock des Hotels gefeiert. Die Musik war voll aufgedreht, sie haben Bier von einem Balkon auf den anderen und auch auf die Straße geschüttet." Auch Zigaretten hätten sie hinuntergeworfen. "Schnell stand das gesamte Dach in Flammen", hieß es. Es sei "wie eine Bombe" gewesen.

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