Abwärtsspirale beim Autoverkauf

Schlechte Nachrichten für Großbritanniens Automobilhersteller: Laut Prognosen von Analysten steht Westeuropa vor einem Einbruch der Autoverkäufe: Das Volumen soll von 14,5 Millionen auf 12,5 Millionen sinken. Gerade erst hatte London angekündigt, dass die britische Wirtschaft im letzten Quartal um ein halbes Prozent geschrumpft war.

Auf den überlasteten Straßen der britischen Städte werden zudem Dieselfahrzeuge wegen der Luftverschmutzung, die sie verursachen, unter Beschuss genommen. Nach jahrelangen Steueranreizen sehen sich Autofahrer nun mit Strafen konfrontiert.

Der britische Außenminister Boris Johnson schlug vor, die tägliche Staugebühr für Dieselfahrzeuge um 10 Euro zu erhöhen. Und die Bewohner des Londoner Bezirks Islington müssen für einen Dieselparkausweis in Kürze einen Zuschlag von 96 Euro zahlen.

Die Popularität von Diesel ist das Ergebnis günstiger Kfz-Steuersätze, die die Regierung im Jahr 2001 eingeführt hat, um den Kohlendioxidausstoß von Benzinmotoren zu senken.

Die Trendwende führt zu einem Boom von Elektrofahrzeugen: Der Verkauf von Dieselfahrzeugen verrringerte sich zuletzt um mehr als 30 Prozent, während die Nachfrage nach "grünen" Autos um mehr als 30 Prozent in die Höhe ging - ein gutes Zeichen für die Umwelt.