Absurdes Startplatz-Chaos! F1-Farce in Monza

Man stelle sich vor, die Formel 1 fährt ein Qualifying - und anschließend weiß kaum ein Fahrer, von welchem Startplatz er am Sonntag im Rennen startet.

Dies ist nun beim Qualifying für den Großen Preis von Monza passiert.

Da gleich neun(!) Piloten - und damit fast das halbe Fahrerfeld – unterschiedlich groß ausfallende Gridstrafen erhalten haben und fast keiner genau wusste, in welcher Reihenfolge diese angewandt werden, herrschte nach dem Qualifying in Monza große Verwirrung.

Große Diskussionen gab es vor allem rund um den Startplatz von Weltmeister und WM-Leader Max Verstappen. Der Red-Bull-Pilot fuhr hinter Pole-Setter Charles Leclerc (der einzige Pilot, bei dem der Startplatz sofort klar war) die zweitschnelle Zeit.

F1-Chaos: Wo startet Max Verstappen?

Doch der Niederländer muss wegen eines Motorenwechsels fünf Plätze zurück. Da aber auch noch acht andere Piloten von Strafen betroffen sind, ist nicht ganz klar, ob dies dann auch Startplatz 7 bedeutet.

Verstappen selbst sagte auf der Pressekonferenz, dass er glaubt, vom siebten Rang starten zu müssen. Dies sagte auch Red-Bull-Motorsportchefberater Helmut Marko bei Sky.

Andere Rechnungen zeigten ihn dagegen auf Startplatz 4 am Sonntag. Die offizielle F1-Seite hielt sich mit einer genauen Platzierung zurück und schrieb erstmal nur von einer Gridstrafe von fünf Positionen.

McLaren-Pilot Daniel Ricciardo vermutete derweil, dass Verstappen vor ihm von Rang 4 ins Rennen gehen darf. Der Australier klang im Interview aber auch unsicher, von welcher Position er denn genau starten dürfte.

Red-Bull-Pilot rätselt über eigenen Startplatz

Auch bei Verstappens Teamkollege Sergio Pérez, der zehn Startplätze zurückversetzt wird, herrschte großes Rätselraten.

Marko sagte auch offen dazu: „Unsere Strategieabteilung weiß noch gar nicht, wer da hinten von wo aus startet.“

Pérez selbst versuchte in einer Medienrunde mehr zu erfahren, doch als Antwort erhielt er nur: „Wir versuchen selbst noch herauszufinden, von wo du starten musst.“

Kurios: Mick Schumacher rückt trotz Gridstrafe vor

Das Strafen-Chaos führte auch zu kuriosen Situationen: So darf Mick Schumacher, der selbst eine Strafe von 15 Plätzen erhalten hatte, mindestens vor drei anderen Konkurrenten starten, da diese ein noch größeres Handicap erhalten haben.

Vettel, der bereits in Q1 ausgeschieden war, darf aller Voraussicht nach sogar nur knapp hinter den Punkterängen losfahren.

Größter Profiteur ist aber Mercedes-Pilot George Russell. Obwohl es im Qualifying für den Briten nur zu Rang 6 reichte und er unter anderem von seinem Teamkollegen Lewis Hamilton geschlagen wurde, startet er im Rennen aus der ersten Startreihe neben Leclerc.

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