Abschlussbericht zu MH370: Rätsel bleibt

Die jahrelange Suche mit Millionenkosten hat nichts geholfen: Das Rätsel um den verschwundenen Malaysia-Airline-Flug MH370 ist nicht gelöst worden. So das Ergebnis des Berichts, den die malaysische Regierung jetzt in der Stadt Putrajaya vorlegte. Vermutlich wurde der Kurs des Flugzeugs von Hand geändert, heißt es dort. Sichere Erkenntnisse gibt es aber nicht.

"Wir können nicht beweisen, dass das Flugzeug von irgend jemandem anderem außer dem Piloten gesteuert wurde", so Chef-Ermittler Kok Soo Chon. "Aber wir können auch nicht ausschließen, dass es einen unrechtmäßigen Eingriff einer dritten Partei gab."

Der Flug war am 8. März 2014 von Kuala Lumpur nach Peking gestartet, wich aber vom geplanten Kurs ab. Die Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die Maschine auseinanderbrach. Ob dies in der Luft oder beim Aufprall auf dem Wasser geschah, sei nicht klar. Auch die an verschiedenen Küsten am Indischen Ozean angeschwemmten Wrackteile konnten dazu bisher keine Erkenntnisse liefern.

Die Angehörigen sind frustriert. Die Ermittler hätten erneut versagt, so Danica Weeks, deren Mann mit dem Flieger verschwand. "So ist es schon die ganze Zeit. Sie haben das immer und immer wieder schlecht gehandhabt. Jetzt heißt es wieder 'Wir wissen nicht, was passiert ist und es ist uns auch egal'. Das ist ein neuer Schlag ins Gesicht für uns. Wir müssen wieder von vorne anfangen und fragen uns, an wen wir uns jetzt noch wenden sollen. Das ist ein Schlag für die gesamte Luftfahrtindustrie. MH370 kann kein Rätsel bleiben."

Eine der beliebtesten Theorien, dass hinter dem Verschwinden von MH370 ein Selbstmordversuch des Piloten stecke, halten die Ermittlerinnen und Ermittler für wenig wahrscheinlich. Die Fragen der Angehörigen bleiben wohl für immer unbeantwortet.