Abschluss für Weltklimakonferenz in Bonn

Die Weltklimakonferenz in Bonn hat auch am Freitagabend noch weiter getagt.

Bis zuletzt stritten die Länder noch um Feinheiten bei den Finanzen, etwa in welcher Form sie zugesagt werden sollen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zog eine kritische Bilanz der Weltklimakonferenz gezogen.

Der oft beschworene Pariser Geist blitze in Bonn kaum auf, sagte Greenpeace-Geschäftsführerin Sweelin Heuss. Den Verhandlungen fehlten Mut und Enthusiasmus.

Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks sah in der Bonner Konferenz dagegen einen Erfolg.

Die 195 Staaten hätten Textentwürfe für ein Regelwerk zum Pariser Abkommen erarbeitet und damit die Erwartungen erfüllt.

Beschlossen werden müsse das Regelwerk nun bei der nächsten Weltklimakonferenz in einem Jahr im polnischen Katowice.

Bei dem in Arbeit befindlichen Regelwerk geht es vor allem darum, wie der klimaschädliche Ausstoß von Kohlendioxid von den 195 Ländern künftig gemessen und angegeben werden soll. Alle müssen dabei die gleichen Maßstäbe anwenden.

Ziel des Pariser Abkommens ist es, die Klimaerwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst sogar anderthalb Grad einzudämmen.