Abschied: Air Berlin - Die Fluglinie der Herzen

Mitarbeiter von Air Berlin bereiteten der Crew der letzten Maschine einen enthusiastischen Empfang.

Berlin. Marc Heiden aus Berlin gehört zu den Glücklichen, die noch ein Ticket für den letzten Air-Berlin-Flug ergattert haben. Der 30-Jährige hat ein besonderes Hobby: historisch bedeutsame Flüge. "Ich habe auf Facebook gelesen, dass dies der letzte Flug sein würde und einen Tag vor dem Bekanntwerden in den Medien gebucht." Heiden saß mit an Bord, als 2010 die Lufthansa erstmals mit einem A380 flog – damals reiste er übers Wochenende bis nach Tokio und zurück, nur um dabei zu sein. Auch mit der "alten Tante JU", der Ju 52, war er schon zum Rundflug über Deutschland unterwegs.

Der Abschiedsflug der Air Berlin ist für Heiden, der bei der Deutschen Bahn arbeitet, dennoch etwas ganz Besonderes. "Ich bin schon als Kind mit meinen Eltern oft mit Air Berlin in den Urlaub geflogen." Die Fluggesellschaft habe einen guten Namen gehabt, "es gab nie Unfälle, man flog bei ihnen einfach gern mit". Er finde es schade, dass die Airline in den letzten Jahren ihre Richtung nicht mehr gefunden habe. Verantwortlich für den Niedergang sei auch die Nichteröffnung des BER. "Dass der BER nun ohne Air Berlin eröffnen wird, ist traurig."

Auf dem gut einstündigen Flug von München nach Berlin wird Heiden begleitet von seinem Mann Marcel. Auch er hat sich inzwischen von Heides Begeisterung für Fluggeschichte anstecken lassen. Schon am Tag nach dem Air-Berlin-Abenteuer starten die beiden die nächste historische Reise – mit dem letzten Flug eines Jumbojets aus Europa fliegen die beiden nach San Francisco.

AB6210: Das war der letzte Flug der Air Berlin

Der letzte Flieger der Air Berlin landete um 23.46 Uhr in Tegel - und wurde von rund 2000 Mitarbeitern und Zuschauern empfangen.

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