Abmahnung wegen 30 Sekunden Fußballgucken ist rechtens

Fußballschauen bei der Arbeit? Keine gute Idee! (Bild: ddp images)

Nur eine halbe Minute hat ein Mitarbeiter eines Automobilzulieferers auf seinem Dienstcomputer ein Fußballspiel geschaut, und das kommt ihn jetzt teuer zu stehen. Das Arbeitsgericht Köln kannte keine Gnade für den Fußball-Fan.

Der Arbeitgeber des Mitarbeiters war ihm auf die Schliche gekommen und hatte ihm daraufhin eine Abmahnung erteilt. Und das, obwohl der Mann gerade einmal 30 Sekunden seiner Arbeitszeit darauf verwendet hatte, auf seinem Dienstcomputer den Spielstand zu checken. Total übertrieben fand er die Reaktion. Und zog vor das Kölner Arbeitsgericht, um die Abmahnung wieder aus seiner Personalakte streichen zu lassen.

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Dort holte er sich jetzt aber die nächste Klatsche ab, denn der Richter gab dem Autozulieferer recht. Die 30 Sekunden Fußballgucken, die zwei Zeugen bestätigten, reichen für eine Abmahnung aus, befand das Gericht. Fernsehen während der Arbeitszeit ist einfach verboten, egal, um welche Zeitspanne es sich handelt. Der Mitarbeiter muss jetzt auch die Kosten des Verfahrens zahlen, kann aber noch Berufung beim Landesarbeitsgericht in Köln einlegen.

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