Abiturienten haben als Azubi eventuell Einstiegsprobleme

Auf dem Bau weht ein anderer Wind als im Gymnasium. Azubis sollten die Verhaltensregeln schnell lernen. Foto: Britta Pedersen/dpa

Der Start in die Ausbildung kann für Abiturienten eine Art Kulturschock sein. Das gilt vor allem, wenn sie aus Akademikerfamilien kommen und nur das Gymnasium besucht haben.

Bonn/Düsseldorf (dpa/tmn) - Der Ausbildungsbeginn kann für Abiturienten schwer sein. Denn häufig fehlen entsprechende Erfahrungsberichte der Eltern und Orientierungsangebote zur Berufswahl, die es vor allem an Mittel- und Realschulen gibt. Darauf weist das Portal «Stark für Ausbildung» hin.

Praktika und andere Schnuppermaßnahmen können Abiturienten helfen, einen Kulturschock zu verhindern. Probleme kann es während der Ausbildung aber trotzdem geben, zum Beispiel bei der Teamarbeit im Betrieb: Denn während es in Oberstufe und Studium eher um Selbstständigkeit und Eigenverantwortung geht, dominieren in Betrieben die festgelegten Abläufe. Sind Azubis mit Abitur dann noch ein paar Jahre älter und vielleicht reifer als ihre Kollegen aus anderen Schulen, sind Probleme fast programmiert.

Betriebe können hier gegensteuern, indem sie leistungsstärkeren Azubis Sonderaufgaben geben oder frühzeitig mit ihnen über Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sprechen. Gleichzeitig sollte aber klar sein, dass Verhaltensregeln für alle gelten - auch für ältere und reifere Azubis.

Das Portal «Stark für Ausbildung» ist ein gemeinsames Projekt der DIH-Gesellschaft für berufliche Bildung und der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH).