Abgestürzter Helikopter vor der japanischen Küste aus knapp 6 km Tiefe geborgen

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Ein im vergangenen Jahr im Meer versunkener MH-60S-Helikopter der U.S Navy wurde am 18. März nahe Okonawa in Japan geborgen.

Der zweimotorige Sikorsky-Seahawk-Hubschrauber stürzte bei einem missglückten Manöver mit dem Kommandoschiff USS Blue Ridge in den Pazifischen Ozean. Die Crew konnte sich vorher retten.

Die Bergungseinheit Supervisor of Salvage and Diving (SUPSALV) des Naval Sea Systems Command (NAVSEA) wurde beauftragt, das Wrack zu orten und Schäden zu dokumentieren. Dafür wurden Seitensichtsonar und Bilder des Helikopters benutzt, die ihn kurz nach dem Absturz auf dem Meeresboden zeigten.

SUPSALV kehrte im März 2021 nach Anforderung durch das Navy Safety Center an die Absturzstelle zurück und setzte CURV21 ab 17. März ein – ein Tiefseefahrzeug, das in bis zu 6.000 Meter Tiefe arbeiten kann.

Mit der Bergung des Helikopters aus gut 5.800 Metern Tiefe brach SUPSALV seinen eigenen Weltrekord für eine Flugzeugbergung aus der Tiefsee. Das Bergungsvehikel wurde danach zum Flugzeugträger Fleet Activities Yokosuka und von dort aus weiter in die USA transportiert.

"Insgesamt war es ein schneller und komplett erfolgreicher Einsatz", erklärte Bryan Blake, Deep Ocean Program Manager von SUPSALV. "Unsere Maßnahmen entsprachen den Anforderungen der Navy an eine Such- und Bergungsaktion in der Tiefsee. Dass wir in der Lage waren, die Karosserie des Helikopters zu bergen, sodass der Auslöser für den Unfall festgestellt werden kann, hilft der Sicherheit der Naval Aviation sehr."