Abgeordnetenhaus: Flughafen Tegel spaltet das Berliner Abgeordnetenhaus

Der Flughafen Tegel von oben

Wenige Tage vor dem Volksentscheid zur Zukunft des Berliner Flughafens Tegel haben sich die Parteien im Abgeordnetenhaus einen intensiven Schlagabtausch geliefert.

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Kultursenator Klaus Lederer (Linke, vl.) Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) dpa

Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) warb nochmals eindringlich für die Schließung des alten Airports. Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER sei an die Schließung Tegels gekoppelt, sagte er am Donnerstag. Diese gerichtlich bestätigte Vereinbarung der Länder Berlin und Brandenburg sowie des Bundes wieder ändern zu wollen, hätte nach seiner Einschätzung "einen jahrelangen, rechtlich hochriskanten Irrweg" zur Folge.

Müller griff insbesondere FDP und CDU scharf an: "Sie hetzen die Berlinerinnen und Berliner in eine Abstimmung und wissen genau, dass das Berlin gar nicht alleine entscheiden kann."

Müller brachte noch weitere Argumente für eine Tegel-Schließung vor: "Es geht auch darum, 300.000 Menschen in Berlin von Lärm und Gefahren zu entlasten", sagte er. Zudem biete das Tegel-Areal große Zukunftschancen für die Stadt. Dort seien 9000 Wohnungen, ein Wissenschaftsstandort und Erholungsflächen geplant. Beim Volksentscheid gehe es also um eine Zukunftsentscheidung für Berlin, und der Flughafen Tegel sei Vergangenheit. Müller rief die Berliner auf, beim Volksentscheid am 24. September mit "Nein" zu stimmen, also gegen einen Weiterbetrieb Tegels nach der BER-Eröffnung.

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Florian Graf

CDU-Fraktionschef Florian Graf warb dagegen für den Weiterbetrieb des alten Airports. "Der Volksentscheid bietet die Chance, die Flughafenpoli...

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