Abgelehnt: Grundschule will keine Buchspenden von Melania Trump

Abgelehnt: Grundschule will keine Buchspenden von Melania Trump

Melania Trump wollte mit Buchspenden besonders herausragende Schulen in den USA belohnen. Aber eine Büchereiangestellte lehnte die Bücher von Dr. Seuss ab – aus politischen Gründen.

Wie der britische "Telegraph" berichtet, hatte das Weiße Haus mit dem Bildungsministerium zusammen nach Schulen gesucht, die mithilfe bestimmter Programme herausragende Leistungsstandards erreicht hatten. Als Belohnung sollten die entsprechenden Schulbüchereien von First Lady Melania Trump zehn Bücher von Dr. Seuss geschenkt bekommen. Der US-amerikanische Kinderbuchautor und Cartoonzeichner ist in Amerika eine Institution – er schrieb zum Beispiel den "Grinch".

Nichtsdestotrotz nahm die Büchereiangestellte Liz Phipps Soeiro die Buchspende nicht an. Auf ihrem Blog "The Horn Book" über Kinder- und Jugendliteratur schrieb sie einen offenen Brief an Melania Trump, in der sie ihre Entscheidung begründete. Soeiro bedankte sich zwar für das tolle Angebot und die Auszeichnung. Sie erklärte aber auch, dass ihre Schule unter anderem deswegen so einen herausragenden Leistungsstandard zeige, weil sie sich in einem privilegierten Umfeld befinde und großzügig gefördert werde.

Daher brauche ihre Bildungseinrichtung die Buchspenden nicht. Lieber sollten die Schulen, die in einer weniger privilegierten Position sind als die ihre, mit Buchspenden von Melania Trump unterstützt werden. Zudem wies sie darauf hin, dass die Werke von Dr. Seuss aus heutiger Sicht nicht ganz unproblematisch seien, da sie unterschwellig rassistische Stereotype bedienten. Sie schlug am Ende ihres Blogposts andere, besser geeignete Kinderbücher vor.