Abfahrtssieg: Vonn lässt Konkurrenz keine Chance

Lindsey Vonn meldet sich mit einem Abfahrtssieg in Cortina d'Ampezzo zurück

Speed Queen Lindsey Vonn hat ihren Abfahrtsthron drei Wochen vor den Olympischen Spielen zurückerobert. Die Amerikanerin holte sich in Cortina d'Ampezzo in überlegener Manier ihren 79. Weltcup-Sieg - den ersten in der Königsdisziplin seit Garmisch-Partenkirchen vor genau einem Jahr.

Vonn fährt Konkurrenz davon

Vonn (USA) deklassierte die Konkurrenz bei traumhaften Bedingungen auf der "Olympia delle Tofane" nach ihrem zweiten Platz vom Freitag trotz kleinerer Wackler. Tina Weirather (Liechtenstein) auf Platz zwei hatte bereits 0,92 Sekunden Rückstand. Dritte wurde Vonns Teamkollegin Jacqueline Wiles (+0,98). Für Vonn war es der zwölfte Cortina-Sieg (je sechs in Abfahrt und Super-G).

"Sonnenschein, Sieg - es geht nicht besser", sagte die 33-Jährige, die Elisabeth Görgl als älteste Abfahrtssiegerin im Weltcup ablöste, in der ARD. "Super cool, das ist der größte Sieg für mich. Ich bin alt, aber immer noch schnell", ergänzte sie im ORF und lachte.

Vonn für Olympischen Spiele bereit 

Mit Blick auf die Olympischen Spiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) sieht sich Vonn "gut im Plan. Letzte Woche hat jeder gesagt, ich sei nicht gut in Form, aber das stimmt nicht. Ich habe acht Jahre gewartet, ich bin bereit." Olympia 2014 hatte die Goldmedaillengewinnerin in der Abfahrt von 2010 verletzungsbedingt verpasst.

Sofia Goggia, Siegerin der beiden vergangenen Abfahrten in Bad Kleinkirchheim und Cortina, geriet im Tofana-Schuss in Rücklage und stürzte. Die Italienerin fiel auf den Rücken, konnte sich in voller Fahrt aber wieder aufrichten und Schlimmeres verhindern. In 1:36,45 Minuten war Goggia am Freitag übrigens 0,03 Sekunden schneller als Vonn am Samstag.

Michaela Wenig (3,55) und Kira Weidle (3,64) belegten die Plätze 32 und 33. Viktoria Rebensburg verzichtet nach ihrer Virus-Erkrankung auf Cortina.