Abfahrt: Jocher setzt dickes Ausrufezeichen

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Abfahrt: Jocher setzt dickes Ausrufezeichen
Abfahrt: Jocher setzt dickes Ausrufezeichen

Skirennläufer Simon Jocher hat beim Abfahrtsklassiker in Gröden ein dickes Ausrufezeichen gesetzt.

Der 25-Jährige raste beim völlig überraschenden ersten Weltcup-Sieg des US-Amerikaners Bryce Bennett auf Platz acht und löste wie Teamkollege Josef Ferstl direkt hinter ihm das Olympia-Ticket. Das gute deutsche Teamergebnis komplettierten die Topfahrer Andreas Sander und Romed Baumann auf den Rängen elf und 18.

"Ich bin mega happy, damit hätte ich nie gerechnet, das freut mich richtig", sagte Jocher. Typisch Gröden: Er raste mit der hohen Startnummer 51 in die Top 10 - erstmals in seiner Karriere.

Der WM-Zweite Sander dagegen war hin- und hergerissen. Sein bestes Saisonergebnis war sicher "ein Schritt nach vorne", meinte er. Andererseits musste der Westfale am malerischen Langkofel eingestehen: "Natürlich wäre mir ein richtig gutes Resultat vor Weihnachten lieber gewesen." Am Ende überwog zwar "deutlich das Positive", aber: "Es will gerade noch nicht ganz so rund laufen."

Jocher nutzt seine Chance

Bei Sander waren es mehrere kleine Fehler, Baumann verschenkte eine deutlich bessere Platzierung auf der Ciaslat-Wiese, wo es ihm die Skier auseinander riss. "Das war saublöd", sagte er geknickt, "da wusste ich: Das Rennen ist gelaufen."

Ganz anders Jocher, der seine Chance beherzt nutzte. Ihm fehlten 0,74 Sekunden auf den unerwarteten Sieger. Ferstl war nur eine weitere Hundertstelsekunde langsamer, obwohl er die Piste zweimal starten musste. Beim ersten Versuch wurde er nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke abgewunken, weil im Ziel der Italiener Emanuele Buzzi gestürzt war. Dominik Schwaiger holte als 30. noch einen Weltcup-Punkt.

Bennett, im Weltcup zuvor noch nie auf dem Podium, profitierte bei seinem Coup auch vom Ausfall des Topfavoriten Aleksander Aamodt Kilde. „Vielleicht haben wir gestern ein bisschen zu viel gefeiert“, scherzte der Norweger, der am Freitag den Super-G gewonnen hatte. Bennett wollte „am liebsten gleich losheulen“. Wahrscheinlich, kündigte der 29-jährige Kalifornier an, „trinke ich ein Bier - oder zwei“.

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