Aareal Bank erneut unter Beschuss von aktivischem Investor

Stephan Kahl
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Der aktivistische Investor Petrus Advisers hat die Aareal Bank AG erneut kritisiert. Er verlangte unter anderem eine komplette Abspaltung der Software-Tochter Aareon und eine Klärung der Führungsfrage.

Petrus fordert “einen Spin-off von Aareon an uns Aktionäre im 2. Halbjahr 2021 oder spätestens im ersten Quartal 2022”, schrieb der Investor in einem Brief an Marija Korsch, Chefin des Aufsichtsrats, und an Finanzvorstand Marc Heß. Er trägt das Datum vom 10. Februar.

Im vergangenen Jahr hatte die Bank einen 30%-Anteil an Aareon an Advent International verkauft. Der Preis lag bei 260 Millionen Euro in bar, wobei Aareal einen Gewinn von 180 Millionen Euro erzielte.

Während Aareon werthaltig sei, sei die implizite Bewertung der Aareal Bank negativ, schrieb Petrus. “Solange Aareon Teil einer regulierten Bank bleibt, die zudem keine nachhaltige Strategie aufzuweisen hat, wird dieser Wert uns Aktionäre nicht erreichen.”

Druck machte der Investor auch bei der Führungsfrage der Aareal Bank. CEO Hermann J. Merkens hatte im November überraschend mitgeteilt, dass er “aus gesundheitlichen Gründen für die Dauer von voraussichtlich drei bis vier Monaten” seinen Job nicht ausüben könne.

“Aktionäre tappen noch immer völlig im Dunkeln. Wir fordern, dass Sie sofort Klarheit bezüglich der zukünftigen Führung von Aareal schaffen, und dass eine externe Besetzung priorisiert wird”, schrieb Petrus. Der Investor forderte, für das Jahr 2020 sollten keine Boni ausgezahlt werden.

Ein Sprecher der Aareal Bank wollte auf Nachfrage von Bloomberg keinen Kommentar geben.

(Ergänzt um Boni im vorletzten Absatz, Kommentar im letzten Absatz)

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