8,84 Euro brutto pro Stunde

Millionen Arbeitnehmer in Deutschland haben Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn - auch wenn sie ihn einer Studie zufolge nicht immer bekommen. Eingeführt wurde der flächendeckende Mindestlohn im Januar 2015, damals noch mit 8,50 Euro pro Stunde. Zuvor hatte im Juli 2014 nach jahrelangen Diskussionen der Bundestag mit den Stimmen von Union, SPD und Grünen für das Gesetz des Arbeitsministeriums gestimmt.

Die Linke enthielt sich damals, sie hält den Lohn bis heute für zu niedrig und kritisiert außerdem die geltenden Ausnahmen. Das Gesetz sieht eine Reihe von Sonderregelungen vor: Praktikanten und Azubis, Jugendliche, neu Eingestellte nach einer langen Arbeitslosigkeit sowie Beschäftigte in Branchen, in denen es bereits einen sektoralen Mindestlohn gibt, profitieren nicht von der Regel.

Erstmals durfte der Mindestlohn 2017 erhöht werden. Seit Januar dieses Jahres liegt er bei 8,84 Euro pro Stunde. Die Berechnung orientiert sich am Tarifindex des Statistischen Bundesamtes, in den rund 500 Tarifabschlüsse einfließen. Die Linke fordert einen Mindestlohn von zwölf Euro.