750 Millionen Euro Umsatz: FC Bayern AG verkündet Rekordzahlen

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Die Kasse stimmt: Die FC Bayern München AG hat das vergangene Geschäftsjahr wie bereits bekannt mit Rekordzahlen abgeschlossen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister setzte zwischen dem 1. Juli 2018 und dem 30. Juni 2019 insgesamt 750,4 Millionen Euro um, 93 Millionen mehr als im Geschäftsjahr zuvor.

Der Jahresüberschuss nach Steuern belief sich auf 52,5 Millionen Euro, das sind 23 Millionen oder 78 Prozent mehr als 2017/2018 und 13,3 Millionen mehr als beim bisherigen Rekordüberschuss 2016/2017. Diese jetzt offiziellen Zahlen präsentierten die Bayern am Freitagabend in der Münchner Olympiahalle ihren Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung, bei der Uli Hoeneß seinen Abschied als Präsident gab.

Insgesamt steht die FC Bayern AG trotz des Ausscheidens der Mannschaft bereits im Achtelfinale der Champions League 2018/19 hervorragend da. Das Eigenkapital des Gesamtkonzerns stieg zum 30. Juni 2019 auf nunmehr 497,4 Millionen Euro, das Umlaufvermögen auf 211,8 Millionen. Die Zahlen beziehen sich auf die Bilanz des Gesamtkonzerns, zu der auch die Allianz Arena Stadion GmbH gehört. Allein mit dem längst abbezahlten Stadion erwirtschafteten die Münchner einen Überschuss von 10,4 Millionen Euro.

Der Posten "Sponsoring und Vermarktung" war mit 196,5 Millionen Euro der größte auf der Einnahmeseite, gefolgt vom "Spielbetrieb" mit 179,1 Millionen: Die Champions League machte trotz des frühen Ausscheidens gegen den FC Liverpool mit 86,7 Millionen Euro den größten Anteil an diesem Posten aus. Das Merchandising erbrachte 91,5 Millionen Euro. Größter Posten bei den Ausgaben waren die Personalkosten für die Mannschaft und die mittlerweile fast 1000 Angestellten in Höhe von 336,2 Millionen Euro.

Von den guten Ergebnissen profitierten auch die Gesellschaften der FC Bayern AG, allen voran der FC Bayern München e.V., der für seine 75-prozentige Beteiligung eine Dividende von 11,25 Millionen Euro ausgeschüttet bekommt. Die weiteren Anteilseigner mit je 8,33 Prozent sind die Allianz, Audi und adidas.