745 Tote bei Unfällen mit Lkw - ADAC fordert bessere Assistenzsysteme

dpa-AFX

WIESBADEN (dpa-AFX) - Lastwagenfahrer haben im vergangenen Jahr auf deutschen Straßen 19 022 Unfälle mit Toten und Verletzten verursacht. Das waren 1,2 Prozent weniger als 2015, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Anfrage mitteilte. 358 Menschen (minus 5,8 Prozent) starben bei Unfällen, die von Lkw-Fahrern verursacht wurden.

Bei Unfällen, an denen Lastwagen beteiligt waren, kamen insgesamt 745 Menschen ums Leben - ein Rückgang von 5,3 Prozent gegenüber 2015 (787). Zu dichtes Auffahren und Fehler beim Abbiegen und Wenden waren die Hauptursachen für Unfälle, in die LKW-Fahrer verwickelt waren.

Der ADAC fordert, Lastwagen mit modernen Notbremssystemen und Abbiegeassistenten auszustatten. Zwar seien von November 2018 an Notbremssysteme vorgeschrieben, die das Tempo um 20 Kilometer pro Stunde reduzierten, sagte ein ADAC-Sprecher. "Aber wenn einer 80 fährt, sind es dann immer noch 60 Kilometer pro Stunde."

Neuere Systeme könnten - wie Tests gezeigt hätten - innerhalb kurzer Zeit den Lkw auf null abbremsen. "Es ginge also sehr viel mehr." Abbiegeassistenten für den toten Winkel seien vor allem innerorts und im Stadtverkehr wichtig, damit etwa Radfahrer rechtzeitig erkannt würden.