72-Millionen-Mann im Streik - Barca will durchgreifen

Raphael Weber

Jetzt wird es richtig unschön zwischen 72-Millionen-Mann Arthur Melo und dem FC Barcelona!

Der Brasilianer, dessen Wechsel zu Juventus Turin zum 1. September bereits feststeht, hat seine Streik-Drohung wahr gemacht und ist am Dienstag unentschuldigt nicht zum Trainingsauftakt bei den Katalanen erschienen.

Sein Noch-Arbeitgeber greift jetzt durch und hat nach Medienberichten bereits ein Disziplinarverfahren eingeleitet, um den Problem-Profi zu bestrafen.

Arthur verweigert Champions League bei Barca

Der 23-Jährige befindet sich immer noch in Brasilien und hatte Barca laut Mundo Deportivo schon vorab darum gebeten, nicht mehr in der Champions League eingesetzt zu werden und mitgeteilt, dass er deshalb auch nicht zum Training erscheinen wird. Barca besteht allerdings darauf, dass Arthur seinen Vertrag erfüllt.

Bis Dienstag wartete der Klub noch ab, um zu sehen, ob Arthur wirklich nicht auftaucht - er tat es nicht.


Nun könnte es teuer für ihn werden. Sportdirektor Eric Abidal prüft offenbar in Zusammenarbeit mit der Rechtsabteilung, welche Sanktionen möglich sind.

Neben einer reinen Geldstrafe wäre es nach Medienberichten auch eine Option, dass Barca Arthur das Gehalt für den Rest der Saison streicht.

Streik-Profi will raus aus Vertrag

Spanischen Medienberichten zufolge behauptet Arthur, Trainer Quique Sétien habe ihm gesagt, dass er nicht mehr spielen werde.

Außerdem soll er Barca darum gebeten haben, seinen Vertrag vorzeitig zu kündigen - das wiederum lehnen die Katalanen ab.


Der Vorwurf aus Klub-Kreisen: Arthur agiere schon seit der Wechsel-Verkündung nur noch lustlos, soll nur noch durch fehlender Professionalität auffallen. In den letzten sechs Spielen in La Liga wurde er von Trainer Sétien nicht eine Sekunde eingesetzt.

Eigentlich steht für ihn noch die Champions League mit seinem aktuellen Klub an: Barca muss am 8. August noch zum Achtelfinal-Rückspiel gegen den SSC Neapel (Hinspiel 1:1) antreten - Arthur wird dann aber höchstwahrscheinlich nicht mit von der Partie sein.