Nach Rauswurf: Zuschauerin wehrt sich gegen Kyrgios

Nach Rauswurf: Zuschauerin wehrt sich gegen Kyrgios
Nach Rauswurf: Zuschauerin wehrt sich gegen Kyrgios

Nick Kyrgios wie er leibt und lebt!

Der Australier sorgte im Wimbledon-Finale gegen Novak Djokovic wieder mal für Aufsehen. Im dritten Satz beim Stand von 2:2 forderte er erfolgreich den Rausschmiss einer Zuschauerin.

„Sie spricht mitten im Punkt“, beschwerte sich der 27-Jährige beim Schiedsrichter und fügte hinzu: „Sie lenkt mich ab, während ich in einem Wimbledon-Finale aufschlage.“ Diese Ablenkung habe ihn fast das Spiel gekostet.

Zudem unterstellte er besagter Zuschauerin, dass sie wohl zu viel getrunken habe. „Sie sitzt sturzbetrunken in der ersten Reihe und spricht mitten im Spiel!“ Als Schiedsrichter Renaud Lichtenstein bestätigte, dass das nicht in Ordnung sei, fordert Kyrgios, der in seinem ersten Grand-Slam-Finale steht, erneut den Rauswurf der Zuschauerin.

Zuschauerin wehrt sich gegen Kyrgios-Vorwürfe

„Okay, dann schmeiß sie raus. Ich weiß genau, wer das ist. Es ist die in dem Kleid“, redete sich Kyrgios in Rage und setzte noch einen obendrauf: „Sie sieht aus, als hätte sie ungefähr 700 Drinks gehabt.“

Tatsächlich waren es zwei, erklärte die Zuschauerin am Tag nach dem Finale. Die polnische Anwältin Ania Palus wehrte sich gegen die Vorwürfe - und erklärte, dass sie Kyrgios nur anfeuern wollte.

„Er sagt immer, dass die Zuschauer gegen ihn sind“, erklärte die 32-Jährige der englischen Tageszeitung Sun: „Ich wollte ihm zweigen, dass wir für ihn da sind, ich wollte ihn ermutigen.“

Sie habe lediglich einen Cocktail und ein Glas Wein getrunken. Ihr Verhalten sie weniger der Alkohol als vielmehr der großen Hitze geschuldet gewesen. „Ich hatte keinen Hut“, sagte sie und entschuldigte sich anschließend: „Es tut mir wirklich leid.“

Übrigens: Die Veranstalter verwiesen sie zwar zunächst ihres Platzes, ließen sie aber nach rund 15 Minuten zurückkehren - nachdem sie eine Flasche Wasser getrunken hatte.

Kyrgios schimpft mit Schiedsrichter - und gratuliert Djokovic

Davon bekam der erboste Kyrgios vermutlich nichts mehr mit. Dieser hatte auch noch dem Schiedsrichter Vorwürfe gemacht.

„Sie redet mitten im Spiel mit mir und du reagierst einfach so“, warf Kyrgios dem Unparteiischen vor und unterstrich das Gesagte mit der Geste des Schulterzuckens.

Am Ende des Spiels konnte er jedoch auch schon wieder lachend. Am Netz gratulierte er Novak Djokovic nach seinem Viersatzerfolg (4:6, 6:3, 6:4, 7:6) mit einem Lachen zum Sieg. Und auch beim Stuhlschiedsrichter bedankte er sich per Handshake.

Kyrgios fiel bei Wimbledon 2022 schon öfter auf

Es ist nicht das erste Mal, dass der Australier beim diesjährigen Turnier auffällt. Kyrgios, der „Bad-Boy“ der Tennisszene, war bereits wegen unsportlichen Verhaltens während seines Erstrundenmatches zu einer Geldstrafe von 10.000 Dollar verurteilt worden.

In der dritten Runde musste er nach dem Duell gegen Stefanos Tsitsipas erneut eine Geldstrafe zahlen. (NEWS: Geldstrafen für Kyrgios und Tsitsipas)

Im Finale zeigte er sich jedoch von seiner guten Seite - zumindest zwei Sätze lang.

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