65.000 Euro fester Lohn und Millionen an Boni: Die Riesen-Gehälter der Zalando-Chefs

·Lesedauer: 2 Min.
Die Zalando Co-CEOs (v.l.) Robert Gentz, Rubin Ritter und David Schneider
Die Zalando Co-CEOs (v.l.) Robert Gentz, Rubin Ritter und David Schneider

Die Vorstände des Online-Modeversandhändlers Zalando haben im vergangenen Jahr von der starken Performance ihres Unternehmens profitiert. Allein der scheidende Co-Chef Rubin Ritter erhielt insgesamt 53,3 Millionen Euro. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Die beiden Gründer und Co-Chefs Robert Gentz und David Schneider dürften sich ebenfalls nicht beklagen: Bis März hatten sie das Unternehmen zusammen mit Ritter im Trio gesteuert und erhielten selbst jeweils 40,5 Millionen Euro.

Dabei war das Grundgehalt der drei eigentlich vergleichsweise gering. Jährlich 65.000 Euro flossen als Festgeld in die Taschen jedes Vorstandsmitglieds. Dazu kommen aber Beträge aus mehrjährigen aktienbasierten Vergütungsprogrammen, so die „FAZ“. Dadurch seien die Manager berechtigt, eine bestimmte Anzahl neuer Aktien zu kaufen — zu einem Bruchteil des heutigen Kurses. Denn der hat im Zuge der Corona-Pandemie einen steilen Anstieg hingelegt. Im Zuge dessen hat sich der Aktienwert seit dem Crash im März 2020 zwischenzeitlich beinahe vervierfacht.

Erstes Quartal 2021 zeigt stärkstes Umsatzwachstum seit dem Börsengang

Andere Vorstände, die noch nicht so lange bei Zalando arbeiten, erhalten der „FAZ“ zufolge niedrigere Boni. Finanzchef David Schröder habe demnach 12 Millionen Euro erhalten, Produkt- und Operativchef Jim Freeman 11,4 Millionen Euro. Auch hier hat die Corona-Pandemie zum Auftrieb beigetragen – aber das Unternehmen habe auch gut gewirtschaftet, so die „FAZ“. Im ersten Quartal 2021 verbuchte Zalando etwa das stärkste Umsatzwachstum seit dem Börsengang im Jahr 2014 — und das, obwohl die jeweils ersten und dritten Quartale eines Jahres im Modehandel eigentlich als die schwächeren gelten würden.

Mit einem Quartalsgewinn von gut 34 Millionen Euro und einem Jahresgewinn von 226 Millionen Euro arbeite Zalando nun profitabel, so die „FAZ“ weiter. Dafür sei insbesondere die Plattformstrategie des Unternehmens verantwortlich. Das bedeutet, dass das Portal nicht nur Eigenmarken verkauft, sondern seine Seite auch anderen Marken zur Verfügung stellt und dafür eine Provision kassiert. Während der Corona-Krise konnte Zalando so auch den stationären Einzelhandel integrieren — unter anderem die Modekette C&A. Auf dem Weg zur Plattform hatte das Berliner Unternehmen im Jahr 2019 sogar seine Eigenmarkenabteilung aufgelöst.

sb