Die 51-Prozent-Kanzlerin: Was Merkels Dämpfer für die GroKo bedeutet

Jürgen Klöckner

Im Video oben: Hier wird Angela Merkel zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin gewählt

► Die GroKo ist offenbar uneiniger, als es nach außen scheint. 

► Bei der Kanzlerinnenwahl stimmten 364 Abgeordnete für Angela Merkel, also 35 weniger, als die Große Koalition Mandate hat.

SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles zeigte sich verwundert über die relativ knappe Mehrheit.

“Mehr Gegenstimmen als erwartet”

► ”Es waren mehr Gegenstimmen, als ich erwartet hätte“, sagte Nahles. Bei der SPD sei “die Lage sehr geschlossen“ gewesen.

► Der CDU-Politiker und WerteUnion-Chef Alexander Mitsch sieht gar “einen schlechten Start” für die GroKo und glaubt, dass sie keine dreieinhalb Jahre durchhalten werde.

Mitsch vermutet, dass auch einige Abgeordnete der Union gegen Merkel gestimmt haben. “Es gibt Unzufriedenheit mit dem Koalitionsvertrag”, sagt er der HuffPost.

Zwar war die Zahl der Gegenstimmen in den Jahren zuvor noch höher. So stimmten 2013 42 Abgeordnete aus den eigenen Reihen nicht für Merkel.

Wichtig für den Zusammenhalt der GroKo ist allerdings, wie groß die Mehrheit im Bundestag ist.

Weil das Bündnis zuvor deutlich stärker war - 2013 vereinten Union und SPD 66 Prozent der Stimmen im Bundestag - wiegen die Gegenstimmen diesmal deutlich schwerer. 

Knappe Merkel-Mehrheit

Die GroKo kommt insgesamt nur noch auf 56 Prozent - und braucht so jede...

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