500. Sieg für Heynckes: Bayern setzt sich weiter vom BVB ab

Mit dem achten Sieg in Folge unter Trainer-Rückkehrer Jupp Heynckes hat Rekordmeister Bayern München seine Erfolgsserie fortgesetzt und sich in der Fußball-Bundesliga noch weiter vom Erzrivalen Borussia Dortmund abgesetzt. Einen Tag nach der 1:2 (1:1)-Pleite des BVB beim VfB Stuttgart gewannen die Münchner mit 3:0 (2:0) im bayerischen Derby gegen den FC Augsburg und vergrößerten mit dem 500. Bundesligasieg für Heynckes als Spieler und Trainer den Vorsprung auf neun Punkte.

Mit sechs Zählern Rückstand bleibt Vizemeister RB Leipzig Verfolger Nummer eins. Die Sachsen mussten sich bei Bayer Leverkusen trotz zweimaliger Führung mit einem 2:2 (1:1) begnügen. Am Sonntag könnte Dortmund auf den fünften Rang abrutschen. Der Revierrivale Schalke 04 könnte mit einem Heimsieg gegen den Hamburger SV (15.30 Uhr/Sky) sogar auf den zweiten Platz klettern.

Seit sechs Punktspielen ungeschlagen ist Eintracht Frankfurt. Beim 1:1 (1:0) bei 1899 Hoffenheim gaben die Hessen allerdings in der Nachspielzeit einen Sieg aus der Hand.

Weiter ungebremst Richtung zweite Liga stürzt der 1. FC Köln. Der Tabellenletzte kassierte beim 0:1 (0:1) beim FSV Mainz 05 seine zehnte Saisonniederlage. Der Rückstand auf den SC Freiburg auf dem Relegationsplatz 16 beträgt sechs Punkte. Die Breisgauer verloren als erstes Team gegen den VfL Wolfsburg mit dem neuen Coach Martin Schmidt. Nach sieben Unentschieden seit dem Amtsantritt des Schweizers feierten die Wölfe mit 3:1 (2:0) den ersten Sieg.

Den ersten Saisonerfolg peilt am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) der Vorletzte Werder Bremen im Nordderby gegen Hannover 96 an. Florian Kohfeldt gibt nach seiner Beförderung zum Chefcoach sein Heimdebüt.

Nach Arturo Vidals Führungstor (31.) schraubte Bayern-Stürmerstar Robert Lewandowski seine Saisonausbeute mit einem Doppelpack (38. und 49.) auf 13 Treffer.

Leipzig ging in Leverkusen zweimal per Elfmeter in Führung: Nach einem Foul von Admir Mehmedi an Marcel Sabitzer verwandelte Timo Werner (13.) ebenso souverän wie Emil Forsberg (54.) nach einem Handspiel von Benjamin Henrichs, der dafür die Rote Karte sah. Bayer glich durch Leon Bailey (44.) und Kevin Volland (74.) zweimal aus.

Kevin-Prince Boateng brachte Frankfurt früh in Führung (13.), den späten Ausgleich erzielte Mark Uth (90.+1). Für Mainz traf Daniel Brosinski mit einem umstrittenen Foulelfmeter (44.). Auch über die Rote Karte für den Mainzer Giulio Donati nach einer Tätlichkeit (71.) wurde heftig diskutiert. Schmidt und Wolfsburg jubelten dank der Treffer von Yannick Gerhardt (3.) und Yunus Malli (29. und 70.). Der eingewechselte Bartosz Kapustka verkürzte zwischenzeitlich für Freiburg (68.).

Beim BVB verschärfte sich am Freitagabend nach den Gegentoren von Chadrac Akolo (5.) und Josip Brekalo (51.) die Krise. Nach fünf Bundesligaspielen in Folge ohne Sieg wächst der Druck auf Trainer Peter Bosz. Ohne den suspendierten Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang traf nur Maximilian Philipp (45.+3).