In 50 Walmarts patrouillieren demnächst Regalbots

Felix Knoke
Walmart-Roboter

Die US-Handelskette Walmart stattet Ende Januar 50 ihrer Läden mit Robotern aus. Die halbautonomen Gefährte patrouillieren die Regale, scannen Warenbestände, korrigieren Preisschilder und registrieren falsch abgelegte Produkte und fehlerhafte oder fehlende Etiketten. Fällt einem der Roboter ein Fehler auf, ruft er einen Angestellten zu Hilfe.

Die Bots sind Maschinen von Bossa Nova Robotics. Sie navigieren mithilfe eines 3D-Scanners, umfahren Hindernisse selbsttätig und kehren automatisch zu derzeit blockierten Stellen zurück.

Nach einem Testlauf in einigen Läden erklärt Walmart-Chef Jeremy King, dass die Geräte um "50 Prozent produktiver" seien als Menschen und Regale genauer und drei Mal schneller einscannen können als Menschen. Arbeitsplätze sollen die Roboter ab trotzdem nicht ersetzen: Trotz Scanbot bliebe die Angestelltenzahl in jedem Laden gleich.

Aber klar ist auch: Warum arbeiten in Supermärkten überhaupt noch Menschen? Walmart hat längst Selbstbedienungskassen installiert, einzelne Handelsbereiche wie der Apothekenbereich oder Finanzdienste sind schon digitalisiert und schon experimentiert das Unternehmen mit automatischer Warenauslieferung, Mitnahmeservices und Lagerbestandskontrolle.

Solange Menschen darauf bestehen, in Supermärkte zu gehen - warum eigentlich? - ist der zwingende letzte Schritt aber nicht möglich: die halb-automatisierte Warenauslieferung.

Reuters, Walmart