22-Jährige läuft Fabel-Weltrekord

Olympiasiegerin Sydney McLaughlin (USA) hat sich mit dem ersten Weltrekord der Leichtathletik-WM in Eugene den Titel über die 400 m Hürden gesichert.

Sydney McLaughlin hat nicht nur WM-Gold gewonnen, sondern auch einen neuen Weltrekord aufgestellt. (Bild: Reuters)
Sydney McLaughlin hat nicht nur WM-Gold gewonnen, sondern auch einen neuen Weltrekord aufgestellt. (Bild: Reuters)

Die 22-Jährige unterbot in unglaublichen 50,68 Sekunden ihre vier Wochen zuvor an gleicher Stelle erzielte vorige Bestmarke um gleich 73 Hundertstel. Im Vorjahr hatte sie in 51,46 Sekunden Olympiagold in Tokio gewonnen und dabei ebenfalls bereits ihren eigenen Weltrekord verbessert. Silber ging an die Niederländerin Femke Bol (52,27) vor Titelverteidigerin Dalilah Muhammad (USA/53,13).

Unfassbar: Mit ihrer neuen Rekordzeit hätte es McLaughlin theoretisch auch fast ins WM-Finale über 400 Meter ohne Hürden geschafft: Es wäre die neuntbeste Halbfinal-Zeit dort gewesen, hinter der 50,65 der letzten Finalistin Anna Kiebalsinska aus Polen.

Sydney McLaughlin mit Fabel-Rekord: „Es ist surreal“

„Es ist surreal“, meinte McLaughlin selbst nach dem Rennen: „Ich wollte ehrlich gesagt einfach loslaufen. Die letzten 100 Meter haben wirklich wehgetan.“

Der 400-Meter-Hürden-Rekord lag bis 2019 16 Jahre lang bei 52,34, aufgestellt von der Russin Julija Petschonkina 2003 - die 2016 bei Nachtests der WM 2005 unter Dopingverdacht geraten war.

Seitdem haben zuerst Rio-Olympiasiegerin Dalilah Muhammad und dann ihre US-Landsfrau McLaughlin die Bestmarke immer weiter nach unten geschraubt. Auch bei den Männern hatte der Norweger Karsten Warholm im vergangenen Jahr bei Olympia in Tokio den Rekord um gleich 76 Hundertstel verbessert.

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