5. Spieltag: Dortmund verdrängt Bayern wieder von der Spitze - Köln-Krise verschärft sich

SID
5. Spieltag: Dortmund verdrängt Bayern wieder von der Spitze - Köln-Krise verschärft sich

Borussia Dortmund hat den großen Rivalen Bayern München wieder von der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verdrängt und seine Titelambitionen untermauert. Der DFB-Pokalsieger gewann beim Hamburger SV 3:0 (1:0) und weist nach seinem vierten Saisonsieg am fünften Spieltag 13 Zähler auf. Aufsteiger Hannover 96 verpasste es seinerseits durch ein 1:1 (0:0) beim SC Freiburg, den Rekordmeister zu überholen. Die Bayern waren am Dienstag durch ein 3:0 bei Schalke 04 für einen Tag auf den ersten Platz geklettert.
Europacup-Neuling 1899 Hoffenheim siegte durch einen Last-Minute-Treffer von Mark Uth 3:2 (2:2) beim FSV Mainz 05, das einen weiteren Tiefschlag verkraften musste und auf Platz 15 verharrt. Bereits seine dritte Pleite musste Bayer Leverkusen mit 1:2 (0:2) bei Hertha BSC hinnehmen. Statt wie erhofft in der Spitzengruppe bewegt sich der Werksklub unter seinem neuen Trainer Heiko Herrlich wie vergangene Saison im Tabellenkeller. Noch schlimmer steht Erzrivale 1. FC Köln da, der unglücklich 0:1 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt unterlag und punktlos auf dem letzten Rang liegt. 
An der Elbe brachte Shinji Kagawa (24.) die Dortmunder in Front. Bundesliga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang (63.) und Christian Pilisic (79.) machten nach der Pause den Deckel drauf.
In Freiburg war es einmal mehr Martin Harnik (66.), der mit seinem vierten Saisontreffer Hannover in Führung schoss. Edeljoker Nils Petersen (83.) gelang anschließend der Ausgleich für die Breisgauer. Im 15. Pflichtspiel unter Trainer André Breitenreiter blieb Hannover aber weiter ungeschlagen. Die Gäste hatten auch Glück, dass Florian Niederlechner in der 54. Minute einen Foulelfmeter nicht nutzen konnte und den Ball neben das Tor schoss.
Leverkusen wurde bereits vor der Pause zweimal kalt erwischt. Mathew Leckie (16.) und Salomon Kalou (24.) deckten die Schwächen der Rheinländer in der Defensive schonungslos auf. Auch im zweiten Durchgang hatten die Gäste bis auf den Anschlusstreffer von Julian Brandt (84.) nicht viel entgegenzusetzen.
Yoshinori Mutō (16.) und Danny Latza (6.) ließen in Mainz zunächst zweimal die Fans der Hausherren jubeln, ehe Nadiem Amiri (23.) und Sandro Wagner (45.+1) noch in Hälfte eins Hoffenheim wieder ins Spiel brachten. Nach der Pause drückte Hoffenheim, der dritte Treffer von Uth (90.+2) fiel dann in der Nachspielzeit.
In Köln sorgte der Siegtreffer für den FC einmal mehr für heftige Diskussionen. Die Geißböcke witterten den nächsten "Skandal" um den Videobeweis. Stein des Anstoßes war der Siegtreffer durch Frankfurts Neuzugang Sébastien Haller (22.), der einen höchst umstrittenen Foulelfmeter zum Siegtor der Gäste nutze.
Am Dienstag hatte Martin Schmidt beim 1:1 gegen Werder Bremen auf der Trainerbank des VfL Wolfsburg eine durchwachsene Premiere gefeiert. Der FC Augsburg überraschte durch ein 1:0 gegen Vize-Meister RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach gab Aufsteiger VfB Stuttgart mit 2:0 (0:0) das Nachsehen.