49. Karrieresieg von Kyle Busch: "Ich will an die Spitze"

André Wiegold
Am vergangenen Sonntag sicherte sich Kyle Busch am Pocono Raceway seinen 49. Karrieresieg - Er zog damit in der ewigen Liste mit Tony Stewart gleich

Die Siegesserie von Kyle Busch geht weiter: Der Joe-Gibbs-Fahrer gewann in Pocono und sicherte sich damit seinen 49. Karriere- und sechsten Saisonsieg. In der Bestenliste zog Busch damit mit seinem ehemaligen Teamkollegen und dreimaligen Champion Tony Stewart gleich. Busch, der neben Martin Truex Jr. und Kevin Harvick die Saison dominiert, hat ein großes Ziel: Er will eines Tages ganz oben in der Tabelle stehen und sich zum größten NASCAR-Piloten der Geschichte krönen. Richard Petty liegt mit seinen 200 Siegen aber vermutlich uneinholbar vorne.

 

Weiterlesen:

NASCAR: Kyle Busch bei Gibbs-Show in Pocono voran

"Das Ziel ist einfach: Es ist die Spitze", sagt Busch nach seinem Sieg am "Tricky Triangle". "Tony ist ein toller Freund und jemand, zu dem ich schon immer aufgeschaut habe. Er war ein toller Teamkollege und es ist klasse, ihn eingeholt zu haben. Es bedeutet mir viel, die Leiter hochzuklettern." Busch freue sich schon darauf, die nächsten auf der Liste – Junior Johnson und Ned Jarrett – zu überholen. Er sagt: "Es wird etwas ganz Besonderes, wenn wir die 50-Siege-Marke knacken. Für uns gibt es keinen Halt! Wir wollen einfach weiter machen – für viele Jahre."

In der Saison 2018 hat Busch bereits einige große Namen in der ewigen Liste überholt, darunter Bill Elliott, Buck Baker und Herb Thomas. "Ich freue mich, an einigen Legenden vorbeigekommen zu sein und heute gegen Tony den Ausgleich geschafft zu haben", so Busch. "Ich habe noch einige wichtige Namen vor mir und mein großes Ziel ist es, eines Tages ganz oben auf der Liste zu stehen."

Wie weit Busch es in seiner Karriere schaffen wird, stünde aber noch in den Sternen. Er wisse auch nicht, ob er überhaupt lange genug fahren kann, um die 200 Siege von Petty einzuholen. Er sagt: "Ich sollte jetzt anfangen, pro Jahr zehn Rennen zu gewinnen, um schneller voran zu kommen. Ich habe viel Spaß daran und respektiere die anderen Fahrer sehr."

In Pocono habe er seinem Teamkollegen Daniel Suarez, der hinter ihm auf Platz zwei gelandet war, den Sieg gegönnt. Busch sagt: "Erik (Jones; Anm. d. Red) und Daniel sind wirklich sehr talentiert und ich fühle mich etwas schlecht, weil ich derjenige war, der vor Daniel ins Ziel gekommen ist. Er hätte das Rennen gewinnen können." Der Champion aus dem Jahr 2015 habe alles gegeben, um den Mexikaner abzuschütteln, was ihm aber nicht gelungen war. Trotzdem hatte Suarez keine Chance, auf einen Angriff. Er musste sich deshalb mit Platz zwei zufrieden geben.

 Bildergalerie: Das NASCAR-Rennen am Pocono Raceway

Der Sieg sei für Busch wegen der Playoff-Punkte sehr wichtig gewesen, da diese ihm einen Vorteil im Kampf um die Meisterschaft bringen würden. Mit 35 Bonuspunkten führt der Gibbs-Fahrer die Wertung aktuell vor Harvick an, der insgesamt 33 Playoff-Zähler gesammelt hat. Auf dem dritten Platz liegt Truex Jr. mit 26 Bonuspunkten. Clint Bowyer holte bei seinen zwei Siegen insgesamt zehn der begehrten Extrazähler. In allen Playoff-Runden dürfen die Fahrer ihre eingefahrenen Bonuspunkte mitnehmen. Nur im Finale am Homestead-Miami Speedway werden die vier Finalisten auf dieselbe Punktzahl gesetzt – die Bonuspunkte kommen hier nicht zum Einsatz.