"Dann zieh' eine Mauer hoch": Verstappen sauer

"Dann zieh' eine Mauer hoch": Verstappen sauer
"Dann zieh' eine Mauer hoch": Verstappen sauer

Frust im Fahrerlager der Formel 1!

Allein 43 Verstöße gegen die Tracklimits wurden während des Rennens in Spielberg festgestellt. Gleich vier Fahrer erhielten Zeitstrafen über fünf Sekunden, weil sie die Streckenbegrenzungen mehr als dreimal missachtet hatten. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Zustande gekommen waren die vielen Verstöße durch einen strengeren Ansatz der neuen Formel-1-Renndirektoren Niels Wittich und Eduardo Freitas. Diese definieren den Rand der Strecke seit der Saison 2022 als weiße Linie.

Auf dem Red Bull Ring fahren die Piloten aufgrund des Strecken-Layouts jedoch in der Regel in einigen Kurven über die weiße Linie.

Formel 1: Verstappen stellt Regelung infrage

In der Summe lösten diese Vorkommnisse Unverständnis bei einzelnen Fahrern aus. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

„Die Debatte um die Tracklimits an diesem Wochenende war ein ziemlicher Witz, nicht nur in der Formel 1, sondern auch in der Formel 2 und Formel 3″, erklärte etwa Weltmeister Max Verstappen.

Von außen betrachtet sei es einfach zu sagen, „ja, aber man muss doch nur innerhalb der weißen Linien bleiben“, meinte der Niederländer. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

„Das hört sich sehr einfach an, ist es aber nicht. Denn wenn man so schnell durch eine Kurve fährt und einige davon blinde Kurven sind, hat man etwas mehr Untersteuern, die Reifen verschleißen, und es ist leicht, über die weiße Linie zu fahren.“

Mit dem aktuellen Ansatz bei den Tracklimits ist der Red-Bull-Pilot deshalb nicht einverstanden: „Ich denke nicht, dass uns dieses ‚Ah, du bist einen Millimeter zu weit gefahren, das ist eine Strafe‘ oder so etwas weiterbringt. Dann zieh‘ eine Mauer hoch oder füge etwas Kies hinzu.“

Norris klagt: „Ich war schon genug bestraft“

Zustimmung erhielt Verstappen von Lando Norris, der in Spielberg zu den Fahrern zählte, die eine Zeitstrafe erhielten. Er könne zwar „vollkommen verstehen“, warum er für die letzten beiden Kurven verwarnt wurde, sei aber frustriert, dass das auch in Kurve 1 passierte.

Dort habe er nämlich ohnehin Zeit verloren, führte der McLaren-Pilot aus: „Mein Vorderreifen blockierte und ich traf den Randstein. Dadurch verlor ich etwa eine Sekunde - und dann bekomme ich eine Tracklimits-Verwarnung dafür. Ich war schon genug bestraft.“

Norris‘ Fazit: „Es ist ein bisschen dumm, zumindest manche Verstöße.“

Indes gab Haas-Pilot Mick Schumacher zu, dass die Tracklimits schon während seiner Zeit in der Formel 2 „ein sehr großes Problem“ gewesen seien, und meinte, dass man über dieses Thema nach den vermehrten Vorfällen in Österreich auch in der Formel 1 diskutieren müsse.

„Es sieht ein bisschen dämlich aus, dass du eine Strafe über fünf Sekunden kriegst, wenn du vier Zentimeter neben der Linie warst. Meistens gewinnst du dabei ja auch keine Zeit“, sagte Schumacher.

FIA reagiert auf Kritik aus dem Fahrerlager

Die FIA reagierte auf die Kritik und verteidigte die Regelungen bezüglich der Tracklimits. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Der Weltverband erinnerte daran, dass die weiße Linie als Streckenbegrenzung gemeinsam „nach Gesprächen mit den Fahrern und Teams eingeführt wurde, um die Konsistenz und Klarheit für die Teilnehmer und Fans zu verbessern“.

Die Anzahl der Strafen sei proportional zur Anzahl der Verstöße.

Allerdings meinte auch der von einer Zeitstrafe betroffene Pierre Gasly: „Ich denke, dass es früher besser war, ohne diese Tracklimits, wo man mit dem doppelten Randstein gar nicht weiter rausfahren konnte. Aber am Ende des Tages müssen wir uns an die Regeln halten, egal wie sie aussehen.“

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