Zypern nach 43 Jahren Teilung – UNO ist optimistisch

In der Schweiz startet eine neue Verhandlungsrunde zur Überwindung der Teilung Zyperns: seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Invasion 1974 ist die Insel geteilt. Die Türkei versteht sich als Schutzmacht, hat 35.000 Soldaten stationiert. Entscheidend wird also sein, ob sie an einem Kompromiss interessiert ist, den Dauerkonflikt mit der griechischen Seite beizulegen. Immer wieder gibt es Reibereien zwischen Griechenland und der Türkei;, sei es politisch, miltärisch oder wirtschaftlich. Zypern ist nur ein Spielball der regionalen Rivalität. Die Gespräche können ebenso schnell wieder scheitern, auch wenn die Verhandlungsführer, der griechisch-zyprische Präsident Nicos Anastasiades und der Präsident der Türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci noch so sehr an einer Einigung interesiert sind. Die Türkei fährt zur Zeit einen EU ferneren Kurs, will sich als unabhängige Regionalmacht behaupten. Das dürfte die Erfolgsaussichten für die Zypernverhandlungen nicht verbessern.

Patience is running out:pressure on Turkey & Greece as Cyprus talks open / By HelenaSmithGDN – https://t.co/DDYXlNW4qi #Cyprus #CyProb pic.twitter.com/EXNZYRgv45— The Cypriot Puzzle (Cypriot_Puzzle) 28. Juni 2017

Im Zypernkonflikt wurde im Sommer 1974 der Norden der Insel – ein Drittel des Staatsgebietes der Republik Zypern – von türkischen Streitkräften besetzt, nachdem griechische Putschisten den Anschluss Zyperns an Griechenland durchsetzen wollten. Im türkisch besetzten Norden wurde im November 1983 die – international nicht anerkannte – Türkische Republik Nordzypern proklamiert. Obwohl eine politische Lösung bisher gescheitert ist, sind nach Jahren der Trennung gute wirtschaftliche und soziale Kontakte entstanden.