43. Festival des amerikanischen Films in Deauville

Das französische Seebad Deauville feiert sein 43. Festival des amerikanischen Films. Den Vorsitz der Jury hat “The Artist”-Regisseur und Oscar-Preisträger Michel Hazanavicius. 14 Filme sind in diesem Jahr im Wettbewerb, eine Auswahl mit großer Bandbreite, die die Vielfalt und Kreativität des heutigen amerikanischen Kinos widerspiegelt – von Hollywood-Blockbustern bis zu Independent-Filmen mit kleinen Budgets. Die Sieger des Festivals werden am 9. September bekanntgegeben.

Den Auftakt bei der Eröffnung machte eine Hommage an die Schauspielerin Laura Dern. Sie wurde vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit David Lynch bekannt und zweimal für den Oscar nominiert. Ihr Erfolgsrezept nach dreißig Jahren Karriere: Immer wieder neue Herausforderungen annehmen: “Es scheint immer und immer und immer wieder von neuem zu beginnnen. Denn wenn man Schauspieler sein will, hofft man, sich immer wieder durch eine Rolle neu zu erfinden. Und die Entdeckung seines Selbsts ist Teil der Kunst.”

Ouverture du festival américain de Deauville avec Laura Dern https://t.co/cGLxwRgoSY#AFP par CoupeauChloe pic.twitter.com/SI3mtp14Jc— AFP Rennes (AFPRennes) 2 septembre 2017

“Good Time” außer Konkurrenz

Ebenfalls Ehrengast: der britische Schauspieler Robert Pattinson, der nach Deauville-Tradition seine persönliche Umkleidekabine erhielt und sich ins Goldene Buch eintrug: “Ich wollte schon seit vier Jahren oder so nach Deauville kommen. Und jetzt hier zu sein und solch eine erstaunliche Ehre zu erhalten, das überrascht mich total. Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll, aber es ist wirklich verblüffend!”

#Deauville2017 ✨ #RobertPattinson inaugure sa cabine sur les planches de Deauville ! deauvilleus #deauvillefilmfestival pic.twitter.com/4JmBu5iq5w— Leslie Benaroch (Lesliebenaroch) 2 septembre 2017

#Deauville2017 #TapisRouge

Projection de GOOD TIME en présence de Josh et Benny Safdie, et du comédien Robert Pattinson. pic.twitter.com/OKHLzOjN6I— Festival Deauville (@DeauvilleUS) 2 septembre 2017

Sein jüngster Film “Good Time”, ein Thriller über einen misslungenen Bankraub und die Folgen, läuft in Deauville außer Konkurrenz. Regie führten die Brüder Josh und Ben Safdie.

“Wir wollten ein Stück sensationalistischen Schund machen, etwas, das sich gefährlich anfühlt, einen Neo-Noir, Neo-Grindhouse-B-Movie, und wir wollten die Gesellschaft auf sich selbst zurückspiegeln. Amerika – da kann man sagen, was man will – ist ein Land unglaublicher Möglichkeiten, aber auch gerade ziemlich düster. Und die Reflexion, die man hier sieht, ist genau das Spiegelbild dieser Düsternis”, erklärt Josh Safdie.

Goldblum übt sich in Dankbarkeit

Deauvilles “Walk of Fame” ist die “Promenade des Planches”. Hier posierte auch Schauspieler Jeff Goldblum mit seiner Familie, der aus seinem Kindheitstraum seinen Beruf machte. Das Geheimnis seines Glücks: “Ich versuche, mich täglich und aktiv in Dankbarkeit zu üben, was für mich ja nicht schwierig ist, wie Sie sich vorstellen können. Ich besinne mich darauf, wofür ich dankbar bin. Ich fühle mich unglaublich wundersam glücklich, dass ich die Chance hatte, schauspielen zu können, und Jahrzehnte über immer neue Angebote zu bekommen und mit guten Leuten arbeiten zu können. Kein Tag vergeht, ohne dass ich meinem Glücksstern danke.”

#Deauville2017 Jeff Goldblum, exceptionnel sur scène ce soir lors de l’hommage qui lui a été rendu par le Festival ! pic.twitter.com/1YyZaF4xGJ— Festival Deauville (@DeauvilleUS) 3 septembre 2017

Die Hommage der Franzosen beantwortete er mit einer One-Man-Show, ein bisschen Marseillaise und einem anzüglichen Liedchen von Georges Brassens auf französisch.