4 verrückte, aber effektive Wege, um dieses Jahr mehr Geld zu sparen

Motley Fool Investmentanalyst

Es ist kein Geheimnis, dass es den Amerikanern schwer fällt zu sparen. Schätzungsweise 39 % der erwachsenen US-Amerikaner haben nicht das Geld zur Hand, um einen 400-Dollar-Notfall zu stemmen, und 45 % der Amerikaner haben kein Geld für die Altersvorsorge vorgesehen.

Wenn deine Sparanstrengungen in den letzten Jahren alles andere als fruchtbar waren, dann ist es an der Zeit, sich zu verbessern – auch wenn das bedeutet, dass man dafür ein wenig ins Extreme gehen muss. Hier sind ein paar komische, aber effektive Methoden, um deine Ersparnisse zu erhöhen – und dir die finanzielle Sicherheit zu verschaffen, die dir derzeit fehlt.

1. Ein ausgabenfreies Jahr haben

Dabei gibst du nur Geld für lebensnotwendige Dinge aus. Du verstehst mich richtig – keine Restaurantmahlzeiten, keine neuen Klamotten oder teure Unterhaltung für ganze zwölf Monate.
Wird das schwierig werden? Auf jeden Fall. Aber man stelle sich vor, man gäbe derzeit 600 US-Dollar im Monat für Essen, Freizeit, Kleidung und andere Dinge aus, auf die man aber technisch gesehen verzichten kann. Im Laufe eines Jahres wirst du um 7.200 US-Dollar reicher sein.

2. In der kleinstmöglichen Wohnung leben

Das Wohnen ist die größte monatliche Ausgabe eines typischen Amerikaners. Wenn du also in der Lage bist, sie erheblich zu reduzieren, kannst du deine Ersparnisse deutlich erhöhen. Stell dir vor, du mietest derzeit eine 185 qm große Wohnung mit drei Zimmern zusammen mit deinem Ehepartner und deinem Kind für 2.000 US-Dollar pro Monat. Wenn du dich auf eine Einzimmerwohnung verkleinern würdest (ja, du hast das richtig gelesen), die 75 qm Platz bietet, könntest du deine Miete auf 1.000 US-Dollar reduzieren.

Wird es leicht sein, ein Jahr lang in einer beengten Wohnung zu leben? Ganz und gar nicht. Aber wenn du dadurch 12.000 US-Dollar sparst, ist es ein Opfer, das es wert ist.

3. Verzichte auf ein Auto – auch wenn die öffentlichen Verkehrsmittel in deinem Wohnort nicht so gut sind

Laut dem amerikanischen Autoclub kostet der Besitz eines Fahrzeugs durchschnittlich 9.282 US-Dollar pro Jahr. Wenn du bereit bist, dein Fahrzeug aufzugeben, könntest du stattdessen im Laufe eines Jahres so viel Bargeld einsacken.

Wenn du in einer Gegend mit vielen öffentlichen Verkehrsmitteln lebst, ist das keine so große Herausforderung. Aber wenn du in einer Vorstadt lebst, könnte sich das als eine größere Herausforderung erweisen. Das heißt aber nicht, dass es nicht möglich wäre. Du könntest Fahrgemeinschaften mit deinem Ehepartner bilden (d. h. von einem Zwei-Auto-Haushalt auf ein Auto reduzieren), Fahrten mit Freunden oder Kollegen unternehmen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, wenn das eine vernünftige Sache ist (wenn dein Büro 60 km entfernt ist, ist es das nicht).

Wird der Verzicht auf ein Auto dich logistisch und sozial einschränken? Wahrscheinlich. Aber überlege dir das mal: Wenn es schwieriger ist, sich fortzubewegen, bist du vielleicht weniger geneigt, auszugehen oder Geld für Unterhaltung auszugeben, was deinen Sparanstrengungen zusätzlich zugutekommt.

4. Meide Restaurants vollständig

Der typische Amerikaner gibt laut US Bureau of Labor Statistics 3.456 US-Dollar pro Jahr für Restaurantmahlzeiten und Essen außer Haus aus. Aber Restaurants berechnen im Allgemeinen einen Aufschlag von 300 % auf die von ihnen servierten Artikel, was bedeutet, dass du, wenn deine Ausgaben mit denen des typischen Amerikaners übereinstimmen, im Laufe eines Jahres fast 2.600 US-Dollar sparen könntest, wenn du jede Mahlzeit, die du isst, auch selbst kochen würdest.

Ist das eine hohe Zeitinvestition? Das wird es sicher. Aber man kann nie wissen – vielleicht entdeckst du, dass es dir sogar Spaß macht, dein eigenes Essen zu kochen, und dass es sowieso gesünder ist.

Wenn es dir finanziell einigermaßen gut geht – d. h. wenn du auf dem Weg in den Ruhestand bist und über einen gesunden Notfallfonds verfügst – dann gibt es sicherlich keinen Grund, sich in eines der oben genannten Extreme zu begeben (es sei denn, du liebst natürlich eine gute Herausforderung). Aber wenn deine kurz- und langfristigen Ersparnisse praktisch nicht vorhanden sind, dann musst du möglicherweise drastische Maßnahmen ergreifen, um sie aufzubauen. Die gute Nachricht? Du brauchst dich nicht ein Leben lang an diese Extreme zu binden. Wenn du einen der oben genannten Schritte für ein einziges Jahr unternimmst, könnte sich dein Erspartes leicht hin zu einem sehr viel besseren Zustand entwickeln.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und am 02.02.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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