4. Nordic Investment Managers Forum mit Rekordbeteiligung

Die „nordische Art“ zu investieren ist anders, sie ist dynamisch und hat dabei Erfolge aufzuweisen. So verwundert das große Interesse am 4. Nordic Investment Managers Forum in Luxemburg nicht. Als Medienpartner berichtet €uro Advisor Services exklusiv von der Veranstaltung.

In seinen einleitenden Worten lobte der luxemburgische Finanzminister Pierre Gramegna die enge Verbindung der nordeuropäischen Länder zu Luxemburg. Er sieht den Finanzplatz Luxemburg im globalen Wettbewerb gut aufgestellt. Das Großherzogtum habe sich der Transparenz verschrieben, was sich positiv auf dessen Reputation und auch auf die Beziehungen zu den nordischen Staaten ausgewirkt habe. Luxemburg verfüge über den richtigen Mix, nur so lasse sich erklären, weshalb neue Fondsgesellschaften ins Land kommen. Ein ausgeglichenes Haushaltsbudget und nicht zuletzt die CSSF eine Aufsichtsbehörde, die die Bedürfnisse der Marktteilnehmer verstehe, versetzen Luxemburg in eine starke Position. Im Weiteren führte Pierre Gramegna aus, dass Themen wie Digitalisierung und Fintechs für ihn höchste Priorität haben. Weiteres Potenzial für den Finanzplatz sieht der Minister im Bereich Sustainable Finance.

Value Investing: Der König ist tot – lang lebe der König

Die dänische Investmentboutique und Vermögensverwaltung Jyske Bank war zum ersten Mal beim NIMF vertreten. Anders Weihrauch, Senior Portfolio Manager der Jyske Strategy Funds, erklärte, warum bei der Jyske Bank (London: 0MGD.L - Nachrichten) auf eine starke Teamarbeit gesetzt wird anstatt auf einen einzigen "Star-Manager" zu vertrauen. Das (Shenzhen: 002421.SZ - Nachrichten) unterscheide die Jyske Strategy Funds von anderen. Er führte den Multi-Asset Ansatz der Jyske Bank aus und gab einen Marktausblick.

Einen ungewöhnlichen Titel hatte Jens Moestrup Rasmussen, Chief (Taiwan OTC: 3345.TWO - Nachrichten) -Portfoliomanager für Value Investing bei der ebenfalls dänischen Sparinvest, gewählt: „Value Investing: Der König ist tot – lang lebe der König.“ In den letzten 20 Jahren sei Value Investing öfter schon für tot erklärt worden, führte er aus. Im vergangenen Jahr aber hätten die Märkte gezeigt, dass höhere Anleiherenditen zu einer Outperformance bei werthaltigen Aktien führen könnten. Im Bereich Value Investing gäbe es nach wie vor sehr viele unterbewertete „Perlen“ zu entdecken. Die derzeitigen Marktbedingungen seien dafür günstig. Die Aktienmärkte seien aktuell nicht mehr so attraktiv und die Volatilität sehr niedrig, so Jens Moestrup Rasmussen weiter. Und sollten die Zinsen steigen oder stagnieren, wäre dies für das Value-Investing auch positiv. 

Technologiesektor bietet großes Potenzial  

Ein spannendes Thema bot Anders Tandberg-Johansen, Experte der norwegischen DNB (London: 0O84.L - Nachrichten) . Der Lead-Portfoliomanager und Head of Global Technology sprach darüber, wie hohe Renditen durch Innovationen erreicht werden könnten. Die etablierten Tech-Unternehmen verfügten über solide Geschäftsmodelle hoher Profitabilität und hervorragende Zukunftsaussichten, sie seien deshalb im Vergleich attraktiv bewertet. Und das Ende der Fahnenstange sei hier wohl noch nicht erreicht. Trotz aller technologischen Entwicklungen, die in den letzten Jahren stattgefunden haben, sieht Tandberg-Johansen noch einiges an Potenzial: Big Data, Cloud Computing, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, autonome Autos und einiges mehr. Der Portfolio Manager vergaß aber nicht zu erwähnen, dass es wie bei jeder Investition auch im Technologiesektor Risiken gibt. So seien zum Beispiel die politischen und regulatorischen Risiken für Alphabet (Xetra: ABEA.DE - Nachrichten) in letzter Zeit gestiegen. Außerdem sei man weiterhin wachsam, um die „heiße Luft“, die sich in einigen „gehypten“ Subsektoren gebildet hätten, zu vermeiden und „Value“ zu identifizieren.

Real Estate – Fonds oder Direktinvestition

Michael Gobitscheck, Head of Global listed Real Estate Fonds Skagen M2, sprach über die Unterschiede und Vorteile einer Anlage von börsennotierten Immobilien im Vergleich zu Direktinvestitionen in dieser Assetklasse. Auch der norwegische Assetmanager Skagen nahm zum ersten Mal am NIMF teil. Gobitscheck verwies darauf, dass sich die Megatrends der Branche weiter verstärkt hätten. So hätten sich die börsennotierten Immobilien in Mitteleuropa und insbesondere in Asien sehr gut entwickelt, wo der chinesische Markt und Hongkong besondere Highlights gewesen seien. 

Lars Thørs von Danske Invest rundete schließlich die Vorträge mit seinem Thema „Die Jagd nach Rendite in europäischen Qualitätsunternehmen“ ab. 

Fazit

Die interessanten Vorträge sowie die Gespräche mit den sachkundigen Gästen geben dem NIMF sein besonders Flair. So zogen auch skandinavischen Veranstalter ein positives Fazit der Veranstaltung. Die Vorfreude auf das 5. Jahres-Jubiläum 2018 ist daher bereits groß. Aufgrund der wachsenden Resonanz überlegen die federführenden Häuser DNB und Sparinvest gemeinsam mit ihren Partnern, wie das NIMF als Veranstaltungsformat weiter ausgebaut werden kann.