4 Dinge, mit denen Millionäre noch vor ihrem 30. Geburtstag den Grundstein für ihren Wohlstand gelegt haben

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Die meisten Millionäre haben ähnliche finanzielle Gewohnheiten, wenn es um Ausgaben, Sparen und Investitionen geht. Eine wichtige Gemeinsamkeit: Sie begannen mit dem Aufbau von Wohlstand bereits als sie jung waren.

Der Autor Thomas J. Stanley verbrachte Jahre damit, über 500 Millionäre aus den USA zu befragen. Seine Erkenntnisse flossen in sein Buch "The Millionaire Next Door" ein, das sich mit den Mustern und Gewohnheiten von Millionären befasst.

Viele der Millionäre, die er interviewte, hatten ähnliche Geschichten, und die meisten begannen ihre Vermögensbildung auf die gleiche Weise: von Grund auf. Stanley hat vier Merkmale identifiziert, die zum Erfolg von vielen Millionären beigetragen haben.

1. Sie setzen klare Ziele für ihr Geld und ihre Karriere

Stanley interviewte einen High-School-Abbrecher, der mit 19 Jahren ein Großhandelsunternehmen gründete, mit dem er sein Vermögen aufbaute. Auf die Frage, wie er seine Millionenumsätze aufgebaut hat, sagte er einfach: "Ich war schon immer zielorientiert. Ich habe eine klar definierte Reihe von Tageszielen, Wochenzielen, Monatszielen, Jahreszielen und Lebenszielen".

Obwohl der Weg zu diesen Zielen für jeden Menschen anders aussieht, sind sich die meisten darin einig, dass das Anhäufen von Reichtum nicht bloß ein Ergebnis von Glück ist, sondern auch von guter Planung abhängt.

2. Sie kauften Immobilien, als sie noch jung waren - und blieben dort wohnen.

Ein hoher Prozentsatz der Millionäre sind Hausbesitzer - nur 3% der von Stanley befragten Millionäre waren Mieter. Eigenheim ist oft ein großer Teil des Nettovermögens vieler Familien, aber für viele der von Stanley befragten Millionäre ist der Besitz eines erschwinglichen Eigenheims auch eine Möglichkeit, Gelder für andere Investitionen einzusetzen.

Stanley fand heraus, dass die von ihm befragten Millionäre dazu neigen, schon in jungen Jahren ein Haus zu kaufen und viele Jahre lang in denselben Häusern zu wohnen. Stanleys Untersuchung ergab, dass etwa die Hälfte der Millionäre seit mindestens 20 Jahren im selben Haus wohnt. In dieser Zeit stieg der Wert ihres Hauses zumeist, was ihnen beim Aufbau ihres Kapitals half.

3. Sie widerstanden der Versuchung verschwenderisch zu konsumieren.

In einem Interview mit Teddy Friend, einem Millionär mit hohem Einkommen, aber relativ geringem Vermögen, entdeckte Stanley einen Zusammenhang zwischen Lebenserfahrungen und Ausgabegewohnheiten. Friend sagt, dass er als relativ armes Kind in einer Gemeinschaft wohlhabenderer Familien aufwuchs und begann, Erfolg mit schönen Dingen gleichzusetzen.

"Niemals hat Herr Friend 'Wohlstand' mit dem Anhäufen von Reichtum gleichgesetzt", bemerkt Stanley. "Wohlstand zu haben, bedeutete, sein hohes Einkommen durch die Zurschaustellung von Statussymbolen zur Schau zu stellen". Er entwickelte eine Denkweise in Bezug auf Geld und wie man es ausgibt, die ihm nicht zu Wohlstand verhalf.

Die effektiveren Millionäre, die Stanley befragte, taten das Gegenteil von Friend; nämlich sparsam zu leben. Anstatt ihr Vermögen für eine große Hypothek, mehrere teure Autos und andere Statusgegenstände auszugeben - wie Friend es tat - investierten sie ihr Geld.

4. Sie begannen eher früher als später Wohlstand aufzubauen, manchmal sogar auf Kosten des Studiums.

In seiner Untersuchung fand Stanley zudem heraus, dass Menschen, die weniger Zeit an Universitäten verbrachten, leichter Wohlstand aufbauen konnten. "Je länger man an der Uni bleibt, desto länger verschiebt man die Erzielung eines Einkommens und den Aufbau von Wohlstand", schreibt Stanley. Erwähnenswert ist zudem, dass seit der Erstveröffentlichung dieses Buches im Jahr 1996 der Preis für das College erheblich gestiegen ist.

Stanley nennt das Beispiel eines Geschäftsinhabers mit einem zweijährigen Fachschulabschluss. "Er begann im Alter von 22 Jahren zu arbeiten und Vermögen aufzubauen. Heute, 30 Jahre später, hat er stark von der kometenhaften Wertsteigerung seines Pensionsplans profitiert". Während Renten heute weniger beliebt sind, ist ein hohes Wachstum mit einem 401(k)-Plan des Arbeitgebers möglich.

Im Vergleich zu einem ähnlich alten Arzt, der dasselbe Einkommen erzielt, hatte dieser Geschäftsinhaber und Absolvent einer technischen Schule bessere Chancen Vermögen aufzubauen, weil die Zeit auf seiner Seite ist. Da der Arzt sein junges Leben damit verbrachte, seine Schulden durch Studienausgaben zu vergrößern, anstatt zu verdienen, wird er auf lange Sicht weniger wahrscheinlich Reichtum anhäufen.

Stanley betont, dass es wichtig ist, "früh im Erwachsenenleben mit dem Verdienen und Investieren zu beginnen". Während es in den 20er Jahren einerseits darum geht, sein Leben zu meistern, ist es andererseits auch eine Zeit, in der man anfangen muss seinen Wohlstand zu mehren.

Dieser Artikel erschien bei Business Insider bereits im August 2020. Er wurde nun erneut geprüft und aktualisiert.

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