4 AKW in Frankreich dürfen mehr warmes Wasser in die Flüsse leiten - wegen der Hitze

4 AKW in Frankreich dürfen mehr warmes Wasser in die Flüsse leiten - wegen der Hitze

In Frankreich dürfen jetzt insgesamt vier Kernkraftwerke mehr warmes Wasser in die Flüsse leiten als sonst. Der Beschluss über die vierte Sondergenehmigung für das AKW Bugey wurde in dieser Woche im Journal Officiel veröffentlicht.

Ziel der Entscheidung, die zuvor für die Kernkraftwerke Golfech (Tarn-et-Garonne), Blayais (Gironde) und Saint-Alban (Isère) erteilt worden war, ist der Betrieb der AKW "mit einem minimalen Leistungsniveau".

Die Einschränkungen gelten generell zum Schutz von Flora und Fauna rund um die AKW.

Die Entscheidung der Autorité de sûreté nucléaire (ASN) vom 15. Juli "zur vorübergehenden Festlegung neuer Grenzwerte für Wärmeeinleitungen, die für die Reaktoren des Kernkraftwerks Bugey gelten, wird homologiert", heißt es im Amtsblatt.

"Die Reaktoren des Kernkraftwerks Bugey, die Abwässer in die Rhône einleiten, können während des festgelegten Zeitraums (...) diese Einleitungen weiterhin vornehmen, solange die Erwärmung nach der Vermischung der Abwässer in der Rhône (...) im Tagesmittelwert 3°C nicht überschreitet".

Diese Ausnahmeanträge wurden von den Stromerzeugern auf Antrag von RTE, dem Betreiber des Hochspannungsnetzes, gestellt, um den Betrieb der Infrastruktur zu gewährleisten.

Derzeit sind 29 von 56 französischen Reaktoren aus verschiedenen Gründen nicht verfügbar sind. Die Ausnahmeregelung, mit der das reibungslose Funktionieren des Stromnetzes sichergestellt werden soll, wurde bislang nur einmal genutzt, 2018 für das Kraftwerk Golfech für 36 Stunden.

Aufgrund der frühen Hitze in diesem Jahr musste EDF bereits im Mai in Le Blayais und im Juni in Saint-Alban an der Rhône die Leistung eines Reaktors für einige Stunden drosseln.

Die Kraftwerke, die dem Risiko einer Überschreitung der thermischen Grenzwerte für Wassereinleitungen am stärksten ausgesetzt sind, sind Golfech, Le Blayais und an der Rhône Bugey, Saint-Alban und Tricastin. Hinzu kommt Chooz in den Ardennen aufgrund einer französisch-belgischen Vereinbarung über die Wasserführung der Maas, wie EDF Anfang Juli mitgeteilt hatte.

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