4 Aktien, die aus 10.000 US-Dollar mehr als 200.000 US-Dollar gemacht haben

Motley Fool beitragende Investmentanalysten

Aktien,  die aus 10.000 US-Dollar mehr als 200.000 US-Dollar gemacht haben — sogar im Laufe von nur 12 Jahren — findet man nicht oft, aber sie existieren. Ich habe vier Tech-Aktien gefunden, die seit Anfang 2005 solche Traumrenditen für die Investoren erwirtschaftet haben.

Nachfolgend findest du eine Übersicht über die Renditen von Apple (WKN:865985), Amazon (WKN:906866), Netflix (WKN:552484) und Priceline (WKN:766054) in diesem Zeitraum. Ein Blick darauf, wie diese Unternehmen solch enorme Erträge erwirtschafteten, könnte uns Hinweise darauf geben, wo in Zukunft ähnlich große Gewinne zu finden sind.

APPLE GESAMTRENDITE. KURSDATEN VON YCHARTS

Apple

Apple ist vielleicht die Ikone des Jahrzehnts: Mit seinem bahnbrechenden iPhone und iPad definiert Apple das Mobile Computing. Die hervorragenden Renditen der Apple-Aktie wurden von dem großen Markt für diese Produkte und dem Ökosystem angetrieben. Ein iPhone-Nutzer kauft eher ein iPad, Mac oder Apple TV als Konkurrenzprodukte, da iTunes, der App Store und die Cloud-Services von Apple zusammenarbeiten. Und wir wissen, dass alle Käufer der Apple Watch auch iPhones haben, weil sie ein Smartphone benötigen, um das tragbare Gerät zu bedienen.

Die Tage, in denen Apple seine Einnahmen Jahr für Jahr um zweistellige Prozentsätze steigern konnte, mögen angesichts der Größe des Unternehmens vorbei sein, aber ich glaube nicht, dass die Leute sich so schnell von Apple abwenden werden. Daher sollten die Umsätze und Gewinne weiterhin stark bleiben. Und wenn wir uns die nächste Generation von Produkten anschauen wie z.B. die mit dem Mobilfunknetz verbundene Uhr und die AirPods, dann können wir einen kleinen Einblick in eine Welt nach dem Smartphone bekommen, in der Apple noch immer ein dominantes Unternehmen ist.

Amazon

Kein Unternehmen hat jemals den Einzelhandel so wie Amazon.com neu definiert, und das hat zu einer der größten Disruptionen in der Geschichte geführt. Das Unternehmen hat sich zu einem massiv erfolgreichen Einzelhändler und zu einer Plattform für Tausende anderer Einzelhändler entwickelt, die das Netzwerk von Prime-Mitgliedern auf der ganzen Welt nutzen. Das Unternehmen hat diese Stärke genutzt, um in verbundene Geräte wie Alexa und sein eigenes Streaming-Filmstudio zu expandieren.

Was die Investoren in letzter Zeit besonders begeistert hat, ist die Cloud-Tochter Amazon Web Services (AWS). Dies ist eine Plattform, auf der andere Unternehmen (einschließlich großer Namen wie Netflix und Snapchat) aufbauen können, anstatt ihre eigenen Server zu betreiben. AWS hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 ein operatives Ergebnis von 2,18 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet, mehr als doppelt so viel wie die 749 Millionen US-Dollar, die Amazon im Einzelhandel erwirtschaftet hat.

Mit seinem Einzelhandelssegment  und AWS, die beide boomen, gibt es kein Geschäft, das vor einer Disruption durch Amazon sicher ist.

Netflix

Im Jahr 2005 war Netflix ein DVD-Verleiher mit einer ungewissen Zukunft. Das Internet erleichterte den Videovertrieb und es war schwer zu sagen, ob DVDs relevant bleiben würden. Aber Netflix hat sich der Herausforderung gestellt und eine der ersten Streaming-Plattformen entwickelt. Heute erinnern wir uns kaum noch an das DVD-Liefergeschäft, und Netflix ist ein Synonym für Streaming-Video geworden.

Zu den wichtigsten Aspekten des Geschäftsmodells von Netflix gehört, dass die monatlichen Abonnements dem Unternehmen einen konsistenten Cashflow für die Beschaffung von Inhalten bieten. Früher bedeutete das den Kauf von Inhalten von anderen Studios, aber jetzt heißt es, eigene Serien und Filme zu entwickeln, worin Netflix sehr gut ist – denk an “House of Cards”, “Stranger Things” und “Master of None”, um nur einige zu nennen. Netflix ist dabei sich einen großen Katalog aufzubauen. Daher sieht es so aus, als könnte es diesen Bereich noch lange dominieren.

Priceline

Online-Reisebüros boomen seit mehr als einem Jahrzehnt, und Pricelines Websiten machen das Unternehmen zum Branchenführer. Es besitzt Priceline.com sowie Booking.com, Kayak.com und sogar OpenTable.

Wenn man Reservierungen für alles von einem Hotelzimmer über ein Auto bis hin zum Abendessen braucht, ist Priceline die erste Adresse. Das Ökosystem aus Dienstleistern und Kunden bietet einen großen Wettbewerbsvorteil. Davon abgesehen war Priceline bereit und in der Lage, potenzielle Konkurrenten zu akquirieren, bevor sie zu groß wurden. Wenn man die dominante Marktposition mit der wachsenden Zahl von Kunden zusammen nimmt, dann sieht man schnell den Grund für den anhaltenden Erfolg von Priceline.

Was haben diese Aktien gemeinsam?

Der rote Faden dabei ist, dass jedes dieser Unternehmen eine frühe Führungsposition in einer neuen Branche mit einem riesigen ansprechbaren Markt einnahm. Smartphone, Online-Shopping, Streaming-TV und die Online-Buchung von Diensten sind mittlerweile alltäglich, und Apple, Amazon, Netflix und Priceline waren Pioniere in diesem Geschäft. So haben sie den Aktionären massive Renditen beschert.

Mehr Lesen

John Mackey, CEO von  Whole Foods Market, ist im Vorstand von Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon, Apple, Netflix und Priceline Group.

The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und am 29.11.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Motley Fool Deutschland 2017